Breitner Markus, Direktor Sommertheater, 1902-1988
Heinz Bächinger
Vorname Markus
Nachname Breitner
Geburtsort Czernowitz (Österreich-Ungarn, heute Ukraine)
Geburtsdatum 23.03.1902
Gestorben 30.10.1988
Breitner ist am 23.3.1902 in Sadagora bei Czernowitz (Österreich-Ungarn, heute Ukraine) und am 30.10.1988 in Winterthur, wo er seit 1948 von Winterthur lebte, gestorben. Da hat er auch die Winterthurerin Alice Sutter geheiratet. Er genoss in Wien eine Schauspielausbildung. Vom 1924 bis 1927 war er als Schauspieler und Regisseur beim Stadttheater Bern tätig. Von 1927 bis 1932 spielte er beim Städtebundtheater Biel-Solothurn. 1932 wechselte er als Schauspieler nach Winterthur und ab1935 bis 1981 leitete er das Sommertheater Winterthur, das er als Unterhaltungstheater von regionaler Ausstrahlung etablierte. Von 1949 bis 1971 war er auch noch Direktor des Stadttheaters Chur und von 1955 bis 1968 Direktor des Städtebundtheaters Biel-Solothurn.

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sein Lebenswerk

Sommertheater
(Organisationen)
Markus Breitner kam 1902 in Czernowitz zur Welt. Nicht ohne Entsetzen in seiner Familie zog Breitner nach der Schulzeit nach Wien um sich zum Schauspieler ausbilden zu lassen. Stationen seiner bald beginnenden Theaterlaufbahn waren dann Czernowitz (seine Geburtsstadt), Stadttheater Innsbruck, Wien, grosse Europaturnee. So kam er dann 1924 ans Stadttheater Bern und drei Jahre später ans Städtebundtheater Biel-Solothurn. Er war damals ein gefragter Darsteller von jugendlichen Helden und Liebhaber. 1932 erneuerte er den Vertrag nicht mehr. Er hatte grösseres vor und wollte nach Deutschland. Die politischen Vorgänge vereitelten diese Pläne. Er folgte alsdann dem Ruf des damaligen Direktors des Sommertheaters Winterthur, Theo Schmitt. Dass er diesem Winterthur treu bleiben sollte zeichnete sich bald ab. Er kam beim Publikum sehr gut an und die junge Winterthurerin Alice Sutter, die er wenig später heiratete, half schliesslich diesem Entschluss zum Durchbruch. 1935 übernahm Markus Breitner die Direktion des Sommertheaters Winterthur, glättete die Wogen des damaligen Winterthurer Theaterlebens und legte das Fundament einer fortdauernden Erfolgsgeschichte. 1948 erhielt Breitner das Bürgerecht Winterthurs. Breitner war aber auch noch anderswo tätig. So leitete er ab 1949 bis 1971 das Stadttheater Chur und von 1955 bis 1968 war er Direktor des Städtebundtheater. Mit diesem Dreispartenbetrieb (Oper, Operette und Schauspiel) war er ganz besonders gefordert. Alle diese zusätzlichen Aufgaben kamen aber immer auch dem Sommertheater zu gute. So konnten ganze Inszenierungen übernommen werden und auch der Schauspieleraustausch funktionierte gut. Nach rund 50 Jahren wirken am Sommertheater trat Breitner 1981 aus Altersgründen in den wohl verdienten Ruhestand. Seinen Nachfolger Hans Heinrich Rüegg hatte er zuvor bereits eingearbeitet. Damit hat er sichergestellt, dass sein Lebenswerk in seinem Sinne weiterlebt.