Museum Oskar Reinhart am Stadtgarten (ehemals Knabenschule)
Heinz Bächinger
Adresse Museum Oskar Reinhart am Stadtgarten
Stadthausstr. 6
8400 Winterthur 052 267 51 72

Oeffnungszeiten
Di 10-20h Mi-So 10-17h
Mo geschl.
Die Stiftung Oskar Reinhart ist ein Geschenk des Winterthurer Sammlers Dr. Oskar Reinhart an seine Vaterstadt. Diese hat das 1838 bis 1842 vom Zürcher Architekten Leonhard Zeugheer erstellt alte Gymnasium umgebaut. Das im Januar 1950 eröffnete Museum beherbergt in einzigartiger Auswahl 500 Werke schweizerischer, deutscher und österreichischer Künstler des 18., 19. und 20. Jahrhunderts, die früher der Privatsammlung Reinharts angehörten. Gebäude und Sammlungsgut vergegenwärtigen in schöpferische lebendiger Form die Vielgestalt des 19. Jahrhunderts.

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Museum Oskar Reinhart am Römerholz

Das Gebäude wurde 1838/42 von Zürcher Klassizisten Leonhard Zeugheer als Knabenschule erbaut. Die vielseitige Nutzung, der es zur Verfügung stand, beinhaltete nebst der Knabenschule auch das Gymnasium, die Industrieschule, die Stadtbibliothek und das Museum. Im 20. Jhdt. zog von den verschiedenen Benützern einer nach dem anderen aus Platzgründen aus, zuletzt im Jahre 1928 das Gymnasium. Nun diente das Gebäude der Verwaltung, in den dreissiger Jahren auch dem Arbeitsamt. Die Statuen über der Eingangstüre mögen sich über den Wandel der Dinge sehr gewundert haben und mancher Arbeitslose hat sich beim Schlangen stehen den Kopf darüber zerbrochen, wen wohl die vier Figuren darstellen. Es sind Ulrich Zwingli, Johann Heinrich Pestalozzi, der Naturforscher Conrad Gessner und Johann Georg Sulzer. Dieser Sulzer hat aber nichts mit Maschinen zu tun. Er ist zwar auch ein berühmter Winterthurer, aber ebenso ein berühmter Philosoph am Hofe Friedrichs des Grossen.
Die nächste neue Nutzung ergab sich ab 1939 (Umbaukredit von 1,3 Mio. Franken durch Gemeinde bewilligt) als für die Bildersammlung von Oskar Reinhart die Räume neu konzipiert wurden. Fast 10 Jahre dauerte der Umbau nach den Plänen der Architekten Sträuli und Rüegger. 1951 wurde die neue Kunstsammlung, die der Sammler der Stadt geschenkt hatte, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 1993-1995 wurde eine Gesamtrenovation (Architekt Johann Frei) sowie der Ausbau des Dachgeschosses zu einem zusätzlichen Ausstellungsraum für Wechselausstellungen (dieser wurde mit einer aufwändigen Kunstlicht-Installation versehen) ausgeführt. Das gewählte Farb- und Materialkonzept geht individuell auf die zeittypischen Merkmale der verschiedenen Epochen ein, aus welchen die in den einzelnen Räumen ausgestellten Bilder stammen.