Bahnhof Töss
Stationsstrasse
8406 Winterthur
Seit 1876 hat Töss einen Bahnhof. Im Zuge des damaligen Eisenbahnfiebers wurde die Linie Winterthur-Koblenz eröffnet. Zu Beginn verkehrten täglich sechs Züge in beiden Richtungen. Per Ende 2005 wurde er in eine unbediente Station umgewandelt. Heute dient das Gebäude als Mehrzweckraum für die Bevölkerung.
Noch 2001 wurde das Jubiläum 125 Jahre Bahnhof Töss gefeiert. Per 31. Januar 2005 wurde er geschlossen und in eine unbediente Haltestelle umgewandelt. Automaten ersetzten die Schalterbedienung, während die Stellwerkfunktionen bereits längere Zeit zentralisiert worden sind.
1876 wurde die Station in Betrieb genommen. Sie entwickelte sich stark, arbeiteten doch bereits 1880 über 10 Personen am Bahnhof Töss. Einerseits löste der Bahnhof die Bautätigkeit im Eichliackerquartier aus, was für den Vorort Töss ein entscheidender Impuls war. Andererseits verhalf die Maschinenfabrik mit ihrem Bahn-Transport-Aufkommen dazu, dass der Bahnhof Töss in der Rangliste der Zürcher Bahnhöfe weit oben aufgeführt war.
Die Elektrifizierung der Bahnlinie Winterthur-Bülach war dann 1924 der Impuls in die Neuzeit. Bereits 1963 ist die letzte Dampflokomotive fahrplanmässig durch Töss gefahren.
Der "Bahnhof" Töss besteht aus drei Gebäuden. Das 1876 erstellte Stationsgebäude ist ein massiver Baukörper mit einem Krüppelwalmdach und ein gegen Westen gerichteten Anbau. Das Aborthäuschen wurde 1910 erstellt und das dritte Gebäude ist der Güterschuppen.
Am 18. August 2007 wurde in diesem ehemaligen Bahnhofsgebäude ein Mehrzweckraum eingeweiht und in Betrieb genommen. Aus dem Vorstandbüro wurde ein Mehrzweckraum, aus der Schalterhalle das Informationsfoyer und im Gepäckraum ist ein Büro für die Aussenstelle der Quartierentwicklung, eine 50%-Stelle, eingerichtet worden.