Kehrichtsverbrennungsanlage
Heinz Bächinger
erbaut 1965
Die Hauptaufgabe der Kehrichtverbrennungsanlage, im Industriegebiet Grüze gelegen, besteht im Verbrennen von Abfällen aus Haushalt, Industrie und Gewerbe, die weder vermieden noch verwertet werden können. Sie ist rund um die Uhr in Betrieb. Zum Einzugsgebiet der KVA Winterthur gehören 59 Gemeinden (48 Gemeinden aus dem Kanton Zürich und 11 Gemeinden aus dem Kanton Zug) sowie Teile des Kantons Tessin. Sie wurde 1965 eröffnet.

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Die Hauptaufgabe der Kehrichtverbrennungsanlage, in der Grüze an der Scheideggstrasse 50 gelegen und seit 1965 in Betrieb, besteht im Verbrennen von Abfällen aus Haushalt, Industrie und Gewerbe, die weder vermieden noch verwertet werden können. Sie ist rund um die Uhr in Betrieb und beschäftigt 2008 42 Leute. Zum Einzugsgebiet der KVA Winterthur gehören 59 Gemeinden (48 Gemeinden aus dem Kanton Zürich und 11 Gemeinden aus dem Kanton Zug) sowie Teile des Kantons Tessin.
Im Mai des Jahres 2000 haben die Winterthurer Stimmbürger und Stimmbürgerinnen die auf 110'000 Tonnen pro Jahr festgelegte Verbrennungslimite der KVA Winterthur mit Zweidrittelsmehrheit aufgehoben. Dadurch konnte vermehrt mit beiden Verbrennungslinien im Parallelbetrieb gearbeitet werden; dies wirkt sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit der KVA aus und ermöglicht einen vermehrten Absatz umweltfreundlicher Fernwärme. Seit diesem Entscheid hat die KVA Winterthur pro Jahr rund 160'000 Tonnen brennbare Abfälle (68% aus Winterthur und Umgebung, 32% aus anderen Regionen der Schweiz) umweltgerecht entsorgt. Als sechstgrösste Stadt der Schweiz besitzt die Stadt Winterthur die sechstgrösste Kehrichtverbrennungsanlage in unserem Land.

Stadt Winterthur und angeschl. Gemeinden 25 %
Direktanlieferer (Private) aus W'thur und Umgebung 36 %
Kanton Zug (Bahnanlieferung) 8 %
Kanton Tessin (Bahnanlieferung) 19 %
andere Regionen (z.B. Aushilfe für andere KVA) 12 %
Die Verbrennungslinie 1, 1978 erstellt, hatte nach 30 Jahren in Betrieb ein Alter erreicht, dass es galt sie zu erneuern und auch dem neuesten Stand der Technik anzupassen. Dabei entsteht auch eine Steigerung der Energieproduktion aus der Kehrichtverbrennung für Strom und Fernwärme. In einer Volksabstimmung im März 2007 wurde dafür 187 Mio. Franken genehmigt. Die Erneuerung umfasst auch den Einbau einer zusätzlichen Rauchgasreinigungsstufe für beide Verbrennungslinien, wodurch die KVA noch umweltschonender betrieben werden kann. Baubeginn ist im Mai 2008, die in Betriebnahme ist auf Frühjahr 2013 geplant.
Die Verbrennungslinie 2 wurde 1994 in Betrieb genommen. Seither stehen beide Verbrennungslinien gleichzeitig in Betrieb.

Zahlen zur KVA

Über 10'000 Kehrichtsäcke werden in der KVA täglich verbrannt. Pro Tag werden 400-450 Tonnen Abfall verbrannt und im Jahr 170'000 Tonnen.
Wenn 1'000 kg Müll verbrannt werden, gibt es bis zu 200 kg Schlacke und 20-30 kg Asche und Schlamm.