| Gründungsdatum | 31.10.1871 |
Die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik Winterthur wurde am 31. Oktober 1871 gegründet. Initiant war der geniale Ingenieur Charles Brown gewesen, der die Unterstützung weitblickender und unternehmungsfreudiger Männer und massgebliche Finanzkreise fand. Der Lokomotivbau, mit dem die Firma internationale Anerkennung erlangte, nahm stets die erste Stellung im Produkteprogramm ein, wenn später auch verschiedenste andere Geschäftszweige aufgenommen worden sind. Nach der zweiten Jahrhundertwende, also nach 2000 löste sich das Unternehmen auf bzw. es splittete sich in verschiedene Nachfolgebetriebe auf, um glücklicherweise nicht ganz zu zerfallen. Zwischendurch hatte das Unternehmen in seiner Höchstform 1930 2522 Mitarbeiter. In den darauf folgenden Krisenjahren vor dem 2. Weltkrieg waren schwierige Zeiten zu überwinden gewesen. Der Personalbestand sank auf 1118 Arbeiter und es wurden Verluste geschrieben.
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Beziehungen zur SLM
ehem. Verwaltungsgebäude SLM
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Die Jägerhäuser an der Jägerstrasse
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Brown Charles, Konstrukteur, 1827-1905
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Conrad Keller-Egg, 1836-1892, Direktor Bank von Winterthur, Verwaltungsrat SLM 1871-1892
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Brown Charles siehe eigener Artikel via Beziehungen

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Eduard Bühler-Egg, 1833-1909, Textilindustrieller, SLM Verwaltungsrat 1871-1883, Präsident leitender Ausschuss 1871-1881
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Zur Wahl eines Fabrikareals standen schliesslich drei Bauplätze zur Verfügung. Eine Parzelle lag im Geiselweid-Quartier, eine in Veltheim und schliesslich eine im Tössfeld. Der Leitende Ausschuss (Eduard Bühler-Egg, Präsident, Textilindustrieller; Salomon Volkart in Firma Gebr. Volkart (Mitgründer der Volkart AG); Conrad Keller-Egg, Direktor der Bank in Winterthur) entschied sich für das Tössfeld. Gekauft wurde ein Landstück von 20 Jucharten zum Preis von 7000 pro Juchart. (Ein Juchart bezeichnete in der Regel die Grösse eines in einem Tag gepflügten Stücks Ackerland, je nach Lage etwa 27-36 Aren.) Der Kaufpreis an die Stadt wurde in Aktien und Obligationen entrichtet. Die Stadt hätte einen anderen Standort, nicht beim Sulzer-Gelände bevorzugt. Der Gleisanschluss war jedoch eine Grundbedingung gewesen. 1896 und 1898 wurde das Areal des späteren Werkes 2 und 1907 westlich der Zürcherstrasse das Areal Werk 3 erworben

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1875: Fabrikansicht vom Brühlberg aus
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1873: erste von der SLM gebaute Adhäsions-Dampflokomotive für die Schweizerische Centralbahn
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1896: SLM zur Zeit der Auslieferung der 1000. Lokomotive
Die Gründung einer neuen Fabrik auf einem Nachbargrundstück hatte natürlich bei Sulzer keine Freude ausgelöst. Die Sulzer sahen den neuen Betrieb als Konkurrenz und sprachen gar von Krieg als Brown von der SIDI wegen des preisgünstigeren Angebotes einen Kesselbau-Auftrag hereinholen konnte. Da die Produktepalette in grossen Teilen übereinstimmte waren die gegenseitigen Beziehungen immer wieder gespannt. Denn die „Loki“ wollte nicht nur Schienenfahrzeuge bauen.

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elektr. Schnellzugslokomotive Typ Ae4/7, Lieferungenen an die SBB 1927-1934
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1913 wurde die Kapazität der SLM wie folgt angegeben: 100 Lokomotiven mittlerer Grösse, 40 Tender und etwa 30 Ersatz- und stationäre Kessel, 200-300 Motoren von zusammen 16 000 PS und 2'500'000 kg Guss. Der nächste Ausbau folgte 1931 mit dem Werk 3 im „kleinen Tössfeld“, westlich der Zürcherstrasse.
Nach dem die SLM bereits von Anfang an auch bei der Einführung der Elektrifizierung mit dabei war (1898 Gornergrat- und Jungfraubahn, 1899 Burgdorf-Thunbahn und 1913 die Lötschbergbahn) kam das Lokomotivgeschäft nach dem 1. Weltkrieg ins Blühen. Sie konnte von 1921 bis 1931 714 Lokomotiven liefern: 400 an die SBB, 58 an schweizerische Privatbahnen und 256 ins Ausland (Südafrika, Indien und Tunesien). Für die SBB waren das vorwiegend elektrische Triebfahrzeuge, für die anderen Abnehmer waren es elektrische und Dampflokomotiven.

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elekt. Leichttriebwagen Typ RBe2/4, Roter Pfeil, ab 1935 an SBB
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SLM-Archiv/SBB Historic
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Mit der Reparatur von kriegsgeschädigten französischen Dampflokomotiven und der Lieferung von Dampf-Zahnradlokomotiven nach Indien ging anfangs der 1950er-Jahre die Dampfära in der SLM zu Ende. Bis 1952 sollen 2730 Stück produziert worden sein. Die Produktion und Weiterentwicklung der elektrischen Traktion standen nun im Vordergrund. Dank den mit den neuen Maschinen in der Schweiz gesammelten Erfahrungen konnte die SLM auch im Ausland (Frankreich, Belgien, Holland, Finnland und Tschechoslowakei) eine Reihe von interessanter Liefer- und Lizenzgeschäfte abschliessen. Seit dem 2. Weltkrieg war auch die Dieseltraktion im Aufschwung. Diesellok mit 600, 1200 und 1700 PS konnten weltweit verkauft werden.

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1959: Luftaufnahme des SLM-Areales an der Zürcherstrasse
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1969: Montagehalle, elektr. Triebzüge
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stadler rail group
1942 Ernst Stadler gründet in Zürich ein Ingenieurbüro1945 Beginn Produktion von Akku- und Diesellokomotiven
1962 Bau Montagehalle in Bussnang TG
1976 Umbenennung in Stadler-Fahrzeuge AG
1984 Erste Personenfahrzeuge für die Schiene
1989 Übernahme der Firma durch Peter Spuhler
1997 Übernahme Schindler-Werk in Altenrhein SG
1998 Übernahme Zahnradbahngeschäft der ehemaligen SLM
2000 Gründung Stadler Pankow Berlin
2005 Übernahme Winpro AG und Gründung "Stadler Winterthur AG"
2005 Gründung Stadler Ungarn
2006 Gründung Stadler Pole
2008 Gründung Stadler Algerien
Nationalrat Peter Spuhler ist Mehrheitsaktionär und leitet die Holdinggesellschaft und die Division Schweiz. Die Anzahl Mitarbeiter beträgt 2160. Der konsolidierte Umsatz beläuft sich auf 1050 Millionen Franken. Grösster Einzelauftrag: 50 doppelstöckige, sechsteilige Züge für die S-Bahn Zürich durch die SBB (Volumen: 1 Milliarde Franken) am 30. Juni. Seither Bestellung der Norwegischen Staatsbahnen (NSB) mit Volumen von 640 Millionen Franken.
Am 11. September 2008 wurde der Spatenstich für ein neues Drehgestell-Kompetenzzentrum in Oberwinterthur, im ehemaligen SULZER-Areal, gefeiert. Der Neubau kostet 28 Millionen Franken und soll bis 2010 fertig gestellt sein. Die Produktionsaufnahme soll bereits im letzten Quartal 2009 erfolgen. 120 bis 140, später bis 200, Mitarbeiter können beschäftigt werden.