Ein Glossar für Winterthur
Haben Sie sich auch schon gefragt, wann unsere alten schönen Stadttore dem Geist der damaligen Zeit weichen mussten? Ist in einer Diskussion einmal die Frage aufgetaucht, wann das besondere Schulhaus im Bauhausstil auf dem Lindberg in Oberwinterthur gebaut worden ist? Diese und viele andere Antworten soll dieses Nachschlagewerk dem interessierten Winterthurer/in und Fragesteller/in zur Verfügung stellen.
Viele Publikationen aller Art, vom einfachen Faltblatt bis zum dicken historischen Wälzer halten alles Wissenswerte und Interessante über die Stadt Winterthur fest. Sucht man eine spezielle Information hat man das Nachschlagewerk sicher nicht gerade zur Hand oder man weiss nicht, wo diese Angaben nachzuschlagen sind.
(1/4) Im Blickpunkt
Die Bad- und Waschanstalt Winterthur an der Badgasse wurde 1863 mit Badewannen aus Carrara-Marmor,
verschiedensten Duschmöglichkeiten, Bäder mit chemischen Zusätzen und einem
Schwimmbad eröffnet. Es war das erste Hallenbad der Schweiz. Bereits am Eingang
wurden Frauen und Männer streng getrennt. Auch der obligatorische Schwimmunterricht
für Schülerinnen und Schüler fand hier statt. Die türkischen Bäder im ersten Stock
inspirierten Stadtbaumeister Bareiss zu diesem Bau im maurischen Stil. In der Mitte
der 70er Jahre des 20. Jhdt. konnte die Errichtung eines Geschäfthausneubaues durch
Bürgerproteste verhindert werden und der originelle und funktionale Bau konnte
erhalten werden. Es ist heute durch die Stadtpolizei u.a. Büros der Wirtschaftpolizei) belegt.
Die Hauptaufgabe der Kehrichtverbrennungsanlage, im Industriegebiet Grüze gelegen,
besteht im Verbrennen von Abfällen aus Haushalt, Industrie und Gewerbe, die weder
vermieden noch verwertet werden können. Sie ist rund um die Uhr in Betrieb. Zum
Einzugsgebiet der KVA Winterthur gehören 59 Gemeinden (48 Gemeinden aus dem Kanton
Zürich und 11 Gemeinden aus dem Kanton Zug) sowie Teile des Kantons Tessin. Sie
wurde 1965 eröffnet.
Die Töss ist eigentlich nur das "zweite" Winterthurer Gewässer.
Die Eulach, obwohl als Gewässer viel geringer, hat ihr wohl den Rang abgelaufen, weil
sie das ganze Stadtgebiet durchquert. Die Töss bildet eigentlich nur die südliche Tangente.
Sie entspringt am Tössstock beim Schnebelhorn (höchster Punkt des Kantons Zürich 1293
müM) an der Grenze zum Kanton St. Gallen. Sie durchfliesst das Tösstal gegen Norden und
erreicht dann beim Sennhof das Gemeindegebiet von Winterthur. Durch das Linsenthal und
beim Reitplatz vorbei durchfliesst das Gewässer ein riesiges Erholungsgebiet der Winterthurer
Stadtbevölkerung. Es streift den Stadtteil Töss und gelangt durch das Schlosstal nach Wülflingen,
wo die Eulach einmündet. Bald verlässt der recht breite Fluss bei Pfungen/Dättlikon das
Stadtgebiet um schliesslich nach rund 50 Kilometern bei Teufen (Tössegg) in den Rhein zu münden.
Seit 1971 wird in Winterthur alljährlich am letzten Juni-Wochenende das Albanifest durchgeführt. Es erinnert an die Stadtrechts-Verleihung vom 22. Juni 1264. Das Fest zieht 10-tausende festfreudige Menschen aus nah und fern in die Kyburgstadt. In über 100 Festwirtschaften und Boulevard-Beizen mit originellen Spezialitäten und gegen 50 Orchestern präsentieren 100 mitwirkende Vereine, Clubs und Gesellschaften Unterhaltung und Vergnügen pur. Eine grosse Chilbi fehlt an diesem riesigen Altstadtfest selbstverständlich nicht.