1963 kaufte der Wahlwinterthurer René Theiler die Liegenschaft an der Neustadtgasse 29 und eröffnete dort das Lokal «Africana». Weil die Stadt damals nur ein begrenztes Kontingent an Alkoholausschankbewilligungen erteilte, war das «Africana» von Anfang an eine alkoholfreie Wirtschaft.
Theiler war selbst viele Jahre lang als Berufsmusiker in Jazzbands unterwegs gewesen und hatte unter anderem auch auf amerikanischen Kreuzfahrtschiffen gespielt. Weil er mit der Musik verbunden bleiben wollte, baute er eine Konzertbühne in seiner Beiz ein. Das Lokal dekorierte er im «afrikanischen Stil» und stellte darin eine Musikbox mit 200 aktuellen Rockschallplatten auf.
In den 1960er-Jahren war ein Music-Club dieser Art für die Arbeiterstadt Winterthur eine Neuheit. Theilers Konzept basierte auf möglichst günstigen Preisen: Ein Glas Coca Cola gab es für 80 Rappen und dazu kostenlose Live-Musik. Bei den Konzerten wurde jeweils nach zwei Stunden das Lichtangemacht und das Publikum ausgetauscht. So spielten die Bands meist drei Konzerte am gleichen Abend.
Damals gab es noch keine Vermittlungsagenturen für Rockbands. Theiler musste seine Kontakte deshalb selbst knüpfen. Für Winterthur engagierte er unter anderem die «Slaves», die «Sevens», «Jimmy and the Rackets» und «Les Sauterelles». Weil das Winterthurer Lokal für grössere Konzerte zu klein war, eröffnete Theiler 1965 ein zweites «Africana» in St. Gallen. Dort liess er Bands wie die «Spencer Davis Group» und «Pink Floyd» auftreten.
Mit seinen Konzerten traf Theiler den Nerv der Zeit. 1968 übernahm er das Gastronomielokal an der Steinberggasse 16 und eröffnete dort den «Hotel Albani Dance Club».