w i n t e r t h u r - g l o s s a r . c h


Kunstmuseum

Wed Nov 08 00:00:00 UTC 1916

Kunstmuseum Winterthur

Museumstr. 52

8402 Winterthur

052 267 51 62


Auf der „Liebewiese“ steht seit 1916 ein imposanter Bau, an dem neben Jugendstilelementen der klassische Geist überwiegt. „Der Kunst und Wissenschaft“ – mit grossen Buchstaben ist die Verbindung dieser beiden Sparten am Gebäude vermerkt. Die bedeutende Kunstsammlung mit herausragenden Werken und das Naturmuseum sind hier untergebracht.

Foto: wintipix.com

Im Museumsbau der Architekten Rittmeyer und Furrer, er wurde am 2. Januar 1916 eingeweiht und eröffnet, ist eine der bedeutendsten Kunstsammlung der Schweiz vom ausgehenden 19. Jhdt. bis zur Gegenwart und das Naturmuseum untergebracht. Die Kunstsammlung wird seit mehr als 100 Jahren –unter Mithilfe der grossen Winterthurer Sammler- durch den Kunstverein ausgebaut und verwaltet. Sie ist im ersten Obergeschoss und im Erweiterungsbau anzutreffen.

Der 1848 gegründete Kunstverein Winterthur ist Eigentümer dieser bedeutenden Kunstsammlung, die er durch Ankäufe mit Unterstützung des Galerieverein laufend ausbaut. Das Kunstmuseum Winterthur besitzt neben den Museen von Basel, Zürich und Bern die vierte grosse öffentliche Sammlung von Kunst des 20. Jahrhunderts in der Schweiz.

Daneben organisiert der Kunstverein hochkarätige Ausstellungen, publiziert Kataloge und veranstaltet Führungen und Anlässe.

Seit dem Anbau des neuen Traktes 1995 durch die Architekten Annette Gigon und Mike Gujer konnte die Ausstellungsfläche fast verdoppelt werden, was nun eine der Bedeutung der Werke angemessene Präsentation ermöglicht. Diese seit langen gewünschte Erweiterung wurde durch private Donatoren ermöglicht und bezahlt. De Kunstverein wird von der Stadt Winterthur und dem Kanton Zürich subventioniert, bleibt aber auf die Unterstützung seiner Mitglieder und Gönner angewiesen.

2010 konnte, nach dem die Stadtbibliothek (ohne die Studienbibliothek) in ein neues Haus am Kirchplatz gewechselt hat, eine Erneuerung und Erweiterung in Betrieb genommen werden. Unter dem Hof wurde in Kellerräumen der Depotbereich wesentlich ausgebaut. Im unteren Gebäudeteil wurde Räumlichkeiten für die Museumspädagogik, den Museumsshop und ein Museumscafé gebaut. Das historische Gebäude entspricht nach dem komplexen Umbau wieder den Anforderungen an einen zeitgemässen und kundenfreundlichen Kulturbetrieb und präsentiert sich insgesamt frischer. Die Architekten Silvio Schmed und Arthur Rüegg aus Zürich waren für den Umbau verantwortlich. Gekostet hat er 19,3 Mio. Franken.

Naturmuseum

Am Samstag, 26. November 2005, öffnete das neue Naturmuseum Winterthur seine Pforten. Nach dreijährigen Umbauarbeiten löst es- gründlich entrümpelt und baulich neu gestaltet- die bisherigen Naturwissenschaftlichen Sammlungen ab. Sie haben sich zum modernen, familienfreundlichen Naturmuseum gewandelt. Ein Naturmuseum soll Kindern und Erwachsenen die Natur nahe bringen. Das Winterthurer Naturmuseum hat dazu ein wegweisendes Konzept entwickelt, das auf Erfahrungen aus über fünfzig Wechselausstellungen beruht. Die alten Objekte erzählen neue Geschichten und die unterschiedlichsten Aspekte der Landschaft werden zu überraschenden Bildern vernetzt. In den neu gestalteten Sälen der ehemaligen Naturwissenschaftlichen Sammlungen werden sieben Themenkreise auf zwei Etagen familienfreundlich präsentiert. Ziel ist es, den Ausstellungsbesuch für Gross und Klein zum Erlebnis zu machen.

Vielfältige Lebensräume

Im ehemaligen grossen Zoologiesaal entdecken die Besucherinnen und Besucher die spannende Welt der heimischen Lebensräume vom Fliessgewässer bis zur Schutthalde, vom dicht überbauten Siedlungsraum bis zur Waldfläche. Im Wohnhaus offenbaren sich die unterschiedlichsten Lebensbereiche der heimlichen Untermieter -von den Milben im Teppichdschungel bis zum Steinmarder im Estrich. Eine Pflanzenuhr zeigt kaum bekannte Aspekte des Gartens. Ein Jahrtausend alter Wurzelstock und andere Exponate illustrieren, dass die heutige Landschaft das Ergebnis einer langen Geschichte ist. Sie wird anhand ausgewählter Schlüsselobjekte im ehemaligen kleinen Zoologiesaal rückwärts aufgerollt: vom heutigen Siedlungsbild hin zu den ersten Siedlungsspuren bis zum nacheiszeitlichen Dättnauer Wald, von der Eiszeit zurück zum «subtropischen» Winterthur vor Jahrmillionen. Im Untergeschoss taucht das Publikum hinab ins Reich der Fischsaurier und Seelilien. Es folgt dem Weg eines versteinerten Fischsauriers von der Bergung über die Präparation bis zu seiner rekonstruierten Lebenswelt vor hundert-achtzig Millionen Jahren. Der Weg führt vom Fossiliensteinbruch in den Innenraum eines angedeuteten Unterseeboots auf Schleichfahrt durch das Posidonienmeer. Daneben stehen tausend funkelnde Objekte für die Welt der Mineralien und Gesteine; sie erzählen Winterthurer Baugeschichten. Dreidimensionale Modelle der bekanntesten Schweizer Berge bieten einen Einblick in die faszinierende Alpenwelt. Illustriert mit den wichtigsten Alpentieren, dokumentieren sie den alpinen Lebensraum vom Säntis bis zum Matterhorn. Kulturhistorisch wichtige Bild- und Tondokumente zeigen den Mythos vom Schweizer Alpenland in seiner Doppelbödigkeit. Das nachgebaute Zwischendeck des Winterthurer Klippers «Ida Ziegler» bildet mit seinen schwankenden Planken die ideale Kulisse für die völkerkundliche Sammlung. Die Objekte belegen Reisen und Handelskontakte von Winterthurer Bürgern und Bürgerinnen in den letzten dreihundert Jahren rund um den Erdball.

Museen
nach oben ↥
nach oben ↥
link