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Bridler Otto, Architekt, 1864-1938

Otto Bridler
Mon May 09 00:00:00 UTC 1864
Sat May 14 00:00:00 UTC 1938

Architekt, Oberskorkskommandant

Otto Bridler stammte aus Altnau im Kanton Thurgau. Nach einer Maurer- und Zimmermanns-Lehre, welche er in Basel absolvierte, studierte er an der Technischen Hochschule in Stuttgart und Berlin Architektur. Anschliessend war er im Büro von Gabriel vom Seidel in München angestellt. Die Rekrutenschule zwang ihn zur Rückkehr in die Schweiz und war der Beginn einer steilen Militärkarriere. 1917-1924 hatte er den Rang eines Oberstdivisionärs und bis 1931 die eines Oberstkorpskommandanten inne. Er war von 1889-1907 Teilhaber des Architekturbüros Jung und Bridler. Ob er Ernst Jung bereits in Berlin oder ob er ihn erst als Freimaurer kennenlernte, ist nicht bekannt. Zusammen bauten sie zahlreiche Villen in und um Winterthur. 1907 wurde Ernst Jung von Lebrecht Völki abgelöst und 1914 trat auch Otto Bridler zurück. Seinen Lebensabend verbrachte er in seiner 1889 bis 1900 selber entworfenen Villa an der Seidenstraße 2.

Bridler war seit 1891 mit Hedwig Sträuli (1870-1949) verheiratet. Sie war Vertreterin der dritten Generation der Seifenfabrikantenfamilie Sträuli (Tochter von Werner Sträuli 1845-1913)

Büro Jung & Bridler: 1889-91 Um- und Neubau Hauptbahnhof Winterthur. Büro Bridler & Völki: 1907 Villa Obere Halden, 1908 Villa Sträuli, 1909 Villa Blumenhalde & Villa Selvana, Winterthu, 1909/10 Krematorium Friedhof Rosenberg, 1909-12 Kirchgemeindehaus Winterthur; 1913/20 Museum für geschichte & Völkerkunde, St. Gallen; 1915 Buchdruckerei Winterthur; 1915-20 Schweiz. Bankgesellschaft St. Gallen; 1916-20 Villa Oberes Alpgut Winterthur.

Architekten
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