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Gugger Nik , Nationalrat EVP, *1970,

Nik Gugger
Fri May 01 00:00:00 UTC 1970

Die Kindheit in einer sozial und gesellschaftlich engagierten Familie im Kanton Bern prägte Nik Gugger. 1992/1993 verbrachte er als junger Erwachsener acht Monate in Kolumbien, wo er in einem Heim mit Strassenkindern arbeitete. Dort konnte er unter anderem seine Kenntnisse als gelernter Maschinenmechaniker anwenden. Damit war sein künftiges Arbeitsgebiet gegeben. Die Sozialarbeit und die Politik.

Nik Gugger wurde 1970 als ältestes von drei Kindern in Kerala / Südindien geboren. Seine Adoptiv-Eltern arbeiteten dort im Auftrag des HEKS bis 1973 als Ausbildner in einer Lehrlingswerkstatt für angehende Mechaniker und Werkzeugmacher. Er ist heute, Unternehmer und Unternehmensberater für KMU. Er beschreibt seine Tätigkeit wie folgt: „Als Mitgründer, Unternehmer und VR bringe ich nebst meinem Pioniergeist diverse Ausbildungen im Bereich Leadership, Kommunikation, Organisationsentwicklung und Management in meine Mandate ein. Mein Spezialgebiet ist das Aufspüren des in Menschen und Firmen schlummernden Potentials, um dieses zu fördern und dann im Markt optimal zu positionieren“. Das tut er als Gesamtleiter der reformierten Fabrikkirche mit Fabrikbistro, mit einem Büroservice im Volkarthaus für zirka 20 Firmen, als Gemeinderat (Parlament) Stadt Winterthur (Fraktionsvorsitzender EVP/EDU/GLP) und als Dozent und Praxisausbildner an Fachhochschulen (Zürich und Rorschach) und als Unternehmensberater.

Politik

Es ist klar, dass es Nik Gugger mit seinem Wissen auf verschiedensten Ebenen und mit seinem vielseitigen Engagement in die Politik führen musste. Er startete 2002 mit seiner Wahl in den Grossen Gemeinderat (Legislative) der Stadt Winterthur als Vertreter der EVP. Seine offene Art, das auf die Leute zugehen verschaffte ihm schnell Aufmerksamkeit und Zuspruch. Als guter Debatter und scharfer Denker verschaffte er sich im Rat und bei den Winterthurerinnen und Winterthurer einen guten Namen. 2010 wollten es die EVP und Gugger wissen. So trat er als Vertreter einer kleinen Fraktion zum Kampf um einen Stadtratssitz an. Und nicht ganz unerwartet, gelang dieser Coup beinahe. Gugger erhielt 10‘052 Stimmen, übertraf damit zwar das absolute Mehr, viel aber als Überzähliger aus der Wahl. Rund 1400 Stimmen fehlten und Gugger hätte den EVP-Sitz von Maja Ingold verteidigt. Dieses hervorragende Ergebnis motivierte den Politiker Gugger dran zu bleiben. Bei den nächsten Erneuerungswahlen sollte es wohl klappen. 2012 traten Ernst Wohlwend (SP) und Verena Gick (FDP) zurück und das Tor stand offen. Die EVP nominierte ihn und Gugger trat zu einem zweiten Anlauf in die Stadtregierung an. Wenige Wochen vor dem Wahltermin folgte der überraschende Rückzug von Gugger’s Kandidatur. Diese Meldung löste in der Politszene grosses Unbehagen aus. Was war geschehen? Der Landbote meldete, dass ein ernsthafter Krankheitsfall in der Familie diesen Entscheid ausgelöst habe. Skeptiker wurden später belehrt. Das dritte Kind, das der Familie in jener Zeit geschenkt worden ist, hatte einen grossen Herzfehler. Schwere Operationen und lange Spitalaufenthalte waren angesagt. Wer Nik Gugger und sein soziales Verhalten kennt, kann sehr wohl nachfühlen, dass Nik in dieser schweren Zeit, die lange deuert, seine Familie nicht im Stich lassen konnte. Wo wären Gugger’s Gedanken gewesen, wenn er auf einem Wahlpodium gestanden wäre und sein jüngstes Kind hätte um sein Leben gekämpft. Chapeau, Nik Gugger!

Als Erstausbildung absolvierte Gugger von 1987 bis 1991 eine Maschinenmechanikerlehre in der Firma Studer, Steffisburg. Seit 1994 ist Nik Gugger mit Beatrice Josi verheiratet. Das Paar hat drei Kinder und wohnt in Winterthur-Veltheim.

Von 1995 bis 1999 studierte er an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, 1995 – 1999 Soziologie, Sozialpädagogik und Sozialmanagement. Später folgen Weiterbildungen an der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Leadership and Communication, Politische Kommunikation (2008 – 2009) und an derZAK Basel/Uni Amsterdam, in Managment und Innovation, Coaching, Organisationsentwicklung + Supervision (2003-2006)

Nik Gugger liebt feines Essen und den exzellenten Wein, schliesslich ist er ja auch Besitzer und Vermieter des Hauses mit dem Restaurant Concordia an der Feldstrasse in Veltheim. Er führt gerne interessante und philosophische Gespräche, ist ein Querdenker und sucht neue Wege in der Unternehmenswelt, Politik, Wirtschaft und Kirche.

Neue Ziele

Nik Gugger peilt zwei neue Ziele an. 2014 eröffnet er am 17. August in seiner Liegenschaft an der Feldstrasse 2 in Veltheim nach einem Umbau und einer legendären Fassaden-Renovation sein eigenes Restaurant Concordia. Seine Frau Beatrice und er haben mit viel Herzblut ein wunderschönes Gasthaus eingerichtet das sie in einem Joint venture mit der Bindella Gastrokette führen werden.

Fast geleichzeitig wagte sich Gugger bei den kantonalen Gesamterneuerungswahlen 2015 für das Exekutivamt eines Regierungsrates für seine Partei EVP zu kandidieren. Für dieses hochgesteckte Ziel musste Nik Gugger viel Mut, Zeit und Kraft investieren. Nicht ganz überraschend konnte Gugger diese Hürde nicht überwinden. Ein achtbares Resultat ist im mit 42‘623 Stimmen allerdings gelungen. Sein Einsatz hat sich auch für seine Partei bezahlt gemacht. Die EVP konnte ihre Kantonsratsmitglieder um einen Sitz steigern. Seine eigene Wiederwahl war unbestritten.

Nationalrat Gugger ab November 2017

Nach seinen Engagements im Gemeinderat der Stadt Winterthur und im Kantonsrat des Kantons Zürich kann Nik Gugger seine politischer Erfahrung ab November 2017 auch auf der dritten politischen Ebene einsetzen. Durch der Rücktritt seiner Parteikollegin Maja Ingold rückt er in den Nationalrat nach.

Politiker/innen
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