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Unterer Bogen, Marktgasse


Vom 1871 abgebrochenen Zeitbogen oder "Chefiturm" ist nur das berühmte Uhrwerk mit Zifferblatt übrig geblieben. Das Liechti-Werk von 1529 ist heute im Heimatmuseum zu sehen.

Stadtbibliothek Winterthur

Das untere Ende der Marktgasse wurde mit dem "Unteren Bogen" später auch "Untere Zeit", dessen Fassadengestaltung aus dem Jahre 1669 stammte, abgeschlossen. Erstellt wurde das Stadttor im 12. Jhdt. durch die Kyburger als westlicher Abschluss der Stadt. Der Name "Untere Zeit" erhielt der Turm wegen einer grossen Uhr, die vom bekannten Uhrmacher Laurenzius Liechti angefertigt wurde und ab 1529 den Turm zierte.

Die Häuser ab Musik Hug (Geschäftsaufgabe 2004), Ecke Marktgasse/Schmidgasse und Frank Carl Weber (Ecke Marktgasse/Metzgasse) bis zum abschliessenden Turm war der "Goldene Winkel". Als Nachbarn des "Obern Spitals", des heutigen alten Stadthauses, erhielten sie jährlich und beim Neueintritt eines Spitalmeisters Geld und Naturalien.

Die Zustimmung der Gemeindeversammlung zum Abbruch des Zeitbogens, der 1871 ausgeführt wurde, hatte den Abgang des Stadtbaumeisters Wilhelm Barreis zur Folge. Vom Neumarkt aus gesehen war der "Untere Bogen" links von Haus zur Zyt (Warenhaus Wiegner, Neubau durch die Architekten Rittmeyer und Furrer 1928, heute PKZ) und rechts vom Restaurant Reh (heute Restaurante Stella del Centro), ursprünglich ohne Terrassenvorbau flankiert. Das Haus "Zum Reh" wurde spätestens 1615 erbaut. Die originale Liechti-Uhr ist heute im Keller des Heimatmuseums zu besichtigen.

Das Haus zur Zyt mit der heutigen Adresse Kasinostrasse 2 wurde mit einem schlichten goldenen Zeitmesser versehen und erinnert an die ursprüngliche Funktion des Ortes.

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