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Beugger-Spengler Johannes, Fabrikant, 1820-1899

Johannes Beugger
1820
26.05.1899

Der junge Beugger hatte wie sein Vater den Mechanikerberuf erlernt. Seine maschinentechnischen Kenntnisse holte er sich in Paris, der damals berühmtesten Stätte technischen Unterrichts. Nach Beendigung des Ingenieurstudiums weilte er in England, wo er in verschiedenen grossen Spinnereien gearbeitet hat. Nach seiner Rückkehr nach Wülflingen betätigte er sich als Werkführer im väterlichen Betrieb.

Johannes Beugger (1820-1899), der schon während der Krankheit seines Vaters den Betrieb geführt hatte übernahm 1852 die Leitung definitiv und im Auftrag der Erben. 1855 erfolgte die Erbteilung und Johannes Beugger II. konnte den Fabrikbetrieb zu eigen übernehmen. Der junge Beugger hatte auch den Mechanikerberuf erlernt. Seine maschinentechnischen Kenntnisse holte er sich in Paris, der damals berühmtesten Stätte technischen Unterrichts. Nach Beendigung des Ingenieurstudiums weilte er in England, wo er in verschiedenen grossen Spinnereien gearbeitet hat. Nach seiner Rückkehr nach Wülflingen betätigte er sich als Werkführer im väterlichen Betrieb. Er hat sich von Anfang an hauptsächlich mit Verbesserungen und Erfindungen im Maschinenbau befasst. So hat er eine wesentliche Verbesserung an der "banc à broches"-Maschine erfunden und sie als "banc à cannettes" in England und Belgien patentieren lassen. Sie gilt als geniale Erfindung, deren Prinzip sich bis in die Neuzeit durchsetzte.

Gegen Ende der 1860 Jahre stand die Spinnerei Wülflingen infolge Wirtschaftkrisen und im Kampf um die technischen Fortschritte geschwächt da. Es folgte ein langer und vielfältiger Kampf ums Überleben der Beuggerschen Unternehmungen. Im Oktober 1888 stand der Konkurs fest. Am 20. Dezember 1888 gingen die Gebäulichkeiten an den Kanton Zürich. Beugger ruiniert, ein moralisch gebrochener Mann, war nicht einmal in der Lage seine der Gemeinde Wülflingen geschuldete Steuer von fünf Franken zu bezahlen. Zusammen mit seiner Frau und dem jüngsten Sohn verliess er 1889 Wülflingen, um in tiefer Verbitterung seinen Lebensweg bei seinem zweitältesten Sohn in Feuerthalen zu verbringen. Er starb dort am 26. Mai 1899.

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