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Verein Diesel Motoren Winterthur, VDMW

14.04.2011

Was Winterthur weltweit berühmt und bekannt gemacht hatte, wird im 2011 gegründeten Verein Diesel Motoren Winterthur gepflegt und für die Nachwelt erhalten.

VDMW

Am Donnerstagabend 14. April 2011 wurde im Diesel-Technologie-Center der Firma Wärtsilä Schweiz AG, der ehemaligen Dieselabteilung der Sulzer AG in Winterthur, ein neuer Verein mit dem Namen „Verein Diesel Motoren Winterthur“, kurz „VDMW“ aus der Taufe gehoben. Gemäss den genehmigten Statuten ist Sinn und Zweck des Vereins, alte Dieselmotoren, Originale und Modelle, sowie Ersatzteile dazu, zu sammeln, zu restaurieren und wenn möglich wieder in Betrieb zu bringen. Gerne möchte man sich auf Exemplare aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts konzentrieren. Das sind die Motoren mit Ursprung Winterthur, also solche die bei Gebrüder Sulzer und der SLM in der Eulachstadt gefertigt worden sind.

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Diesen Motor, Nummer 12441, Jahrgang 1934, haben wir vom Technorama Winterthur „geerbt“. Ursprünglich wurde der Motor als Schiffsantrieb mit einem Wendegetriebe gebaut (RKW). Er wur-de dann aber als Hilfsmaschine (RKH, ohne Getriebe) an die Forellenzuchtanstalt Lehmann Pfäf-fikon ZH verkauft und hat dort eine Pumpe angetrieben. Er leistete bei 550 U/Min 25 PS. Das grösste Problem an diesem Motor war, dass er unmässig verkalkt war. Damals hat man das Kühlwasser eben direkt aus dem See bezogen. Bei diesem Motor wurden wir sogar an unserem Arbeitsplatz „beklaut“: Jemand hat uns das Kupferrohr, welches das Kühlwasser von der Pumpe zum Zylinderblock leitete, entwendet…

VDMW

An der Gründungsversammlung waren 31 Personen anwesend, von denen sich 18 als Aktiv- und 13 als Passivmitglieder eingeschrieben haben. Dem Vorstand gehören Heiner Comminot, Rikon, als erster Präsident, sowie die beiden Mitinitianten Erwin Tanner und Rolf Meier an. Ebenfalls stellten sich Hanspeter Dünki, Sylvie von Bassewitz, und Thomas Blum zur Tätigkeit im Vorstand zur Verfügung. Der in Winterthur beheimatete Verein VDMW verfügt derzeit noch über keine eigene definitive Lokalität. Vorübergehend ist er in einer Halle der Firma Wärtsilä eingemietet, wo die bereits vorhandenen Raritäten (die Älteste aus dem Jahre 1904) vorerst einmal gesichtet werden sollen. Gelegentlich wird der Verein auch an die Öffentlichkeit treten und seine Trouvaillen vorstellen. Mittlerweile (Stand November 2012) ist der Verein auf 45 Aktiv- und 85 Passivmitglieder angewachsen.

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Alles begann mit einem Zufall: Fritz Bärtschi, ein Mitarbeiter der Werkstätte im Diesel Technologie Centre von Wärtsilä Schweiz AG, hat von einem Mitarbeiter der Firma Kuhn (Pfannenfabrik Rikon) von einem alten Sulzer Dieselmotor erfahren. Der 1RK20 (Motor-Nummer 11708) wurde 1936 ursprünglich an die Firma Schweizer & Co, Trikotwarenfabrik, Hadlikon-Hinwil geliefert. Leider fehlen (heute noch) dem Motor „lebenswichtige“ Bauteile, weil er dort zuletzt als Kompressor „missbraucht“ wurde. Auf der Suche nach den Ersatzteilen wurden wir leider nicht fündig, aber wir fanden dafür einige andere Motoren, deren Erwerb die Vereinsgründung erforderte…

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