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Wohnüberbauung Ninck-Areal


Auf dem Ninck-Areal, hinter der Villa Brühlhof (Ninck-Villa), treffen unterschiedliche städtebauliche Nutzungen und Massstäblichkeiten zusammen: Wohnbauten, Bürohäuser und Sportplätzen aller Art. Inmitten dieser Gegensätze entstand bis 2003 die neue Wohnüberbauung.

Foto: winbib, Marc Dahinden (Signatur FotDig_Lb_001-512)

Das Ninck-Areal, überbaut in den Jahren 2001 bis 2003, ist umgeben von ganz unterschiedlichen Nachbargebäuden. Der markanteste Bezugspunkt ist das 1963 bis 1966 erbaute Sulzer-Hochhaus im Nordosten des Areals, Imageträger des damals international tätigen Industriegrosskonzerns. Die grosskalibrigen Bürohäuser des Sulzer-Konzerns an der Ostseite setzen einen weiteren dominanten Punkt. An der Brühlgartenstrasse auf der anderen Strassenseite stehen einfache Mehrfamilienhäuser.

Und im Westen schliesslich öffnet sich die Stadt in die Weite der Schützenwiese und dem Brühlberg. Die Villa Ninck an der Neuwiesenstrasse erbaut 1906/07 ist der Kopfteil des Areals und gilt als Schlüsselwerk im Villenbau der Architekten Rittmeyer & Furrer. Gegen Norden des Grundstücks führt die Eulach in die grosse Freifläche mit dem Fussballstadion Schützenwiese und weiteren Sportsportanlagen.

Foto: winbib, Marc Dahinden (Signatur FotDig_Lb_001-701)

Die Wohnüberbauung Ninck-Areal setzt in diese Umgebung einen eigenständigen Kontrapunkt, schafft aber trotzdem Übergänge und Bezüge zum vorher Bestandenen. Sie besteht aus vier Baukörpern, die an die Brühlgartenstrasse angelehnt sind. Mit dieser Anordnung bleibt der Gartenpark gegen die Eulach grossflächig offen. Dort wurden unter Bäumen und Bäumchen Sitzplätze und Spielgeräte eingerichtet.

Die Läden vor den hohen Fenstern und den Loggias sind als schiebbare Fassadenelemente aus verschieden farbig eloxiertem Aluminium gestaltet. Durch die individuellen Lichtregulierung und der Schliessung dieser Schiebelemente entstehen immer neu faszinierende Farbaspekte, ergibt ein farbiges Wechselspiel der Fassade.

Foto: Sammlung HB

Für das Farbkonzept gestaltete der Winterthurer Künstler Thomas Rutherfoord mit. Sein Farbenspiel zieht sich bis in die grosse Auto-Einstellhalle hinein. Das ganze Umfeld wurde durch die Landschaftsarchitekten Rotzler-Krebs-Partner gestaltet. Die Bepflanzung besteht aus Birken, Judasblatt-, und Ahornbäumen sowie Schilfgräsern. Diese Grün vermittelt zwischen den modernen Bauten hin zum Eulachufer und gestaltet ein harmonisches Ganzes. Die Abgrenzung zur Strasse bildet eine Spalierwand, die mit Glyzinien berankt ist.

Sie bildet ein üppig blühendes Eingangsmoment und schafft einen präzisen Abschluss. Die unteren Etagen sind damit abgedeckt und erhalten die eigene Identität. Die Wohnungen, 43 Mietwohnungen und 23 Eigentumswohnungen, sind in den unterschiedlich gestalteten Wohnblöcken entweder durchgehend durch die ganze Tiefe der Häuser oder es sind Eckwohnungen.

Foto: winbib, Marc Dahinden (Signatur FotDig_Lb_002-239)

Als Architekten funktionierten das Projektteam: Beat Rothen / Simon Sutter / Martin Schmid. Die Abgrenzung zur Strasse bildet eine leichte Stahlkonstruktion mit einer raumhaltigen Glyzinienbepflanzung, welche Abstellplätze für Velos und Container aufnimmt. Zum Park hin lockert sich die strenge Linie des Ensembles.

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