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Pfadi Winterthur Handball

1938

Pfadi Winterthur Handball

Grüzefeldstrasse 32

8400 Winterthur


Pfadi Winterthur ist der erfolgreichste Handballverein der Stadt. Er wurde im Sommer 1938 gegründet. So wurde nach grossen Erfolgen in den 90ern und 2000ern das 75-Jährige Vereinsbestehen am 09. Juni 2013 gefeiert.

Foto: winbib (Signatur 173158)

Anlässlich des Pfadfinder-Bundeslagers im Sommer 1938 in Zürich spielt auch eine Mannschaft aus Winterthur beim Feldhandball-Turnier erfolgreich mit. Dieselbe Gruppe entschliesst sich im Herbst 1938 an der städtischen Meisterschaft unter dem Namen Pfadfinder Winterthur teilzunehmen und gewinnt diese überraschend. Der Verein Pfadi Winterthur war gegründet.

Die Erfolge lösen eine grosse Handballbegeisterung in der Pfadfinderabteilung aus. Es müssen zusätzliche Mannschaften gestellt werden. 1946 gelingt der sportliche Durchbruch, die Mannschaft steigt erstmals in die höchste nationale Spielklasse auf. Zu diesem Zeitpunkt wird ausschliesslich Feldhandball gespielt. Die Pfader tragen ihre Spiele auf dem Deutweg und auf der Schützenwiese aus.

Im Jahr 1950 wird der erste Nicht-Pfadfinder in den Verein aufgenommen. Im selben Jahr wird auch eine dezentralisierte Schweizer Hallenhandball-Meisterschaft durchgeführt. Pfadi nimmt jedoch nicht daran teil. 1951 steigen sogar die Pfadi-Reserven in die NLB auf und eine gemischte Pfadi-Mannschaft nimmt ohne spezielles Training an der Hallenmeisterschaft teil.

In der Spielzeit 1957-1958 stellt sich der erste Grosserfolg ein: Pfadi Winterthur gewinnt den Schweizer Feldhandballcup. Kurz darauf ein Dämpfer, denn Pfadi steigt 1960 nach 13 Jahren NLA-Feldhandball in die NLB ab, schafft jedoch 1963/64 den Wiederaufstieg.

Zum 25-jährigen Vereinsjubiläum gelingt auch im Hallenhandball der Aufstieg in die NLA.

Foto: winbib, Heinz Diener (Signatur FotDig_Lb_001-870)

Ab 1966 nimmt der Handballverband eine offizielle Dreiteilung in Feldhandball, Kleinfeldhandball und Hallenhandball vor. Feldhandball spielt danach nur noch eine untergeordnete Rolle.

Hallenhandball dominiert die nachfolgenden Jahre. Pfadi spielt in der NLA mit unterschiedlichem Erfolg und muss 1982/83 in die NLB absteigen. Ein Jahr später gelingt der sofortige Wiederaufstieg. Auch die Verpflichtungen von ausländischen Spielern und Trainern bringt keine nennenswerten Erfolge.

1983 wird eine Frauenabteilung gegründet, die nach 27 Jahren an Yellow abgegeben wird. Mit der Saison 1989/90 kehrt Professionalität in die Pfadi-Reihen ein und schon 1992 erringt die Mannschaft unter Trainer Max Schär den ersten Meistertitel. Es ist für die Stadt Winterthur der ersten Titel in einer Mannschaftssportart seit 75 Jahren.

Foto: winbib, Heinz Diener (Signatur FotDig_Lb_002-488)

Dann folgt 1992/93 der nächste Coup. Pfadi verpflichtet Jae-Won Kang, Welthandballer 1989 aus Südkorea. Er prägt mit seiner Klasse die Folgejahre und Pfadi gelingt es bis zum Jahr 2004 acht weitere Meisterschaftstitel zu holen. Auch viele Erfolge im Europacup prägen diese aussergewöhnliche Zeit. Seither ist Pfadi Winterthur in der NLA-Meisterschaft stets in den vordersten Rängen anzutreffen. Die jüngsten Erfolge gelingen 2018 mit dem Sieg im Schweizer Cup und im Supercup.

Pfadi Winterthur betreibt heute nebst der 1. Mannschaft und dem Breitensport eine der schweizweit grössten und erfolgreichsten Nachwuchsabteilungen. 2013 feiert der Verein das 75-jährige Bestehen. Zunehmend bereitet den Verantwortlichen die Finanzierung des Vereins Sorgen.

Anfang 2019 droht gar der Kollaps. Pfadi gelangt an die Öffentlichkeit und löst in Folge eine überaus grosse Solidaritätswelle aus, welche innert kurzer Zeit die kurzfristige Rettung der angebrochenen und die ausgeglichene Finanzierung der folgenden Spielzeit ermöglicht.

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