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Fabrikkirche Winterthur

Mon Sep 01 00:00:00 UTC 2003

Die ref. Fabrikkirche war ein kirchliches Sozialunternehmen. Sie stellte ein Angebot der ev.-ref. Landeskirche des Kantons Zürich und des ref. Stadtverbandes Winterthur dar. Das Gebäude, in dem die Fabrikkirche untergebracht war, stand im ehemaligen Fabrikareal der SLM/Sulzer und war auch eine ehemalige Werkstatt. Im Dezember 2016 war Schluss, das Gebäude musste weichen. Neustart war im Oktober 2017 in der Akazie.

Die reformierte Fabrikkirche Winterthur ist eine evangelisch-reformierte kirchliche Institution in Winterthur. Die Veranstaltungs- und Bistrolokalität befand sich in der Fabrikhalle 1019 im ehemaligen Industrieareal der Firma SLM/Sulzer. Trägerschaft sind die evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich und der Stadtverband der reformierten Kirchen von Winterthur. Die reformierte Fabrikkirche Winterthur war mit der Streetchurch die erste Jugendkirche der Schweiz, hat sich aber unterdessen weiterentwickelt und ist erwachsen geworden.

Die Fabrikkirche hatte sich auf dem Sulzer-Areal in der Stadtmitte neben dem Technopark Winterthur gut etabliert und ist zu einem lebhaften, inspirierenden Begegnungsort für unterschiedliche Interessensgruppen geworden. Menschen verschiedenen Alters trafen und vernetzten sich hier täglich. Monatlich besuchten rund 4500 Personen das breite spirituelle, soziale, kulturelle und gastronomische Angebot der reformierten Fabrikkirche.

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Im Jahr 2003 wurden der Zürcher Pfarrer Matthias Girgis und der Jugendsozialarbeiter und Sozialunternehmer Nik Gugger von der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich mit dem Aufbau einer Jugendkirche für die Stadt Winterthur beauftragt. Im Zentrum des neuen Projektes standen moderne Gottesdienstformen, welche Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen sollten. Die Veranstaltungen der Jugendkirche Winterthur fanden in den ersten Jahren in unterschiedlichen Lokalitäten und mit Event-Charakter statt. Im Jahr 2007 fand die Jugendkirche Winterthur einen festen Standort im Sulzer-Areal Winterthur. Eine ehemalige Fabrikhalle, welche der Fabrikkirche ihren Namen verlieh. Die Halle bot je nach Veranstaltung Platz für bis zu 200 Personen. Im Jahr 2010 wurde die reformierte Fabrikkirche Winterthur durch einen Beschluss der Zentralkirchenpflege Winterthur zum festen Bestandteil der kirchlichen Angebote in Winterthur.

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Die reformierte Fabrikkirche veranstaltete alternative Gottesdienstformen. Sie organisierte in Ergänzung zu den sieben Kirchgemeinden Veranstaltungen für interessierte Menschen in und um Winterthur. Die Veranstaltungen der Fabrikkirche (Fabrik-Gottesdienst, MontagsBlues, WunderBar und kurz & gut) regten auf unkonventionelle Art zu Diskussionen an.

In der Sozialdiakonie engagierte sich die Institution unter anderem mit Projekten im zweiten Arbeitsmarkt. Das Bistro der Fabrikkirche in der Halle 1019 bewirtete an Werktagen Ansässige, Schüler und Angestellte im Sulzer-Areal und deckte so gastronomische Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung. Täglich nahmen im Bistro 110-160 Personen ein ausgewogenes, qualitativ ausgezeichnetes Mittagessen zu sich. Gleichzeitig entstanden hier viele Kontakte.

In den Büroräumlichkeiten der reformierten Fabrikkirche an der Turnerstrasse 1 führt der Büroservice Kopier- und Versandaufträge aus oder hilft bei der Gestaltung von Webseiten und Drucksachen. Zudem finden hier Schulungen und Coaching statt. Die Fabrikkirche Winterthur bietet ausserdem Praktika für Sozialarbeitende und Studierende der Theologie und ist Einsatzbetrieb für Zivildienstleistende.

Der Fortbestand der Fabrikkirche in diesem speziellen Gebäude war bis 2016 gesichert. Dann wird das ganze Areal unter dem Titel „Werk 1“ neu überbaut. Die atmosphärische Fabrikkirche in dieser Form ist somit ab Dezember 2016 Geschichte.

Wir kommen näher!

Zehn Monate später, am 26. Oktober 2017 hiess es: "Näher zum Stadtzentrum — näher zu den Menschen. Sommerliche Grüsse und man sieht sich am Brunch im Garten Eden!" Nach 10 Jahren in der Halle 1019 im Sulzerareal Stadtmitte, zieht die reformierte Fabrikkirche mit ihrem Bistro noch näher an die Altstadt! Unter dem Motto „Tischgemeinschaft – Gottgemeinschaft“ bietet die reformierte Fabrikkirche ab Herbst 2017 in der Akazie von Montag bis Freitag ein preiswertes Mittagessen an. Das Arbeitsintegrationsprojekt wird dafür neben dem Büroservice wieder Stellen im Bereich Gastronomie anbieten können. Weiter sind Barabende unter anderem für Studierende mit Beteiligung von Persönlichkeiten aus Bildung, Kultur, Wirtschaft, & Politik geplant.

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