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Stiftung Jakob Briner im Rathaus Winterthur

1970

Museum Briner und Kern Rathaus

Stadthausstr. 57 / Marktgasse 20

8400 Winterthur

052 267 51 26


Die Sammlung Oskar Briner „Alte Meister“ erhielt 1970 im renovierten und umgebauten Rathaus eigene Räume. Mangels Frequenz und mangels Finanzen in der Stiftung wurde das Museum Ende 2014 geschlossen mit dem Ziel, im Museum Oskar Reinhart auf der anderen Seite der Stadthausstrasse eine neue Bleibe zu schaffen. 2016 war es soweit. Beachten Sie den neuen Eintrag unter „Briner und Kern Bilder-Sammlungen im Museum Oskar Reinhart“. Direkter Link im Feld nebenan!

Im Hinterhaus des 1969/70 renovierten früh-klassizistischen Rathauses wurde die Klein-meistersammlung Briner eingerichtet. Im Zentrum der Stiftung stehen die liebenswürdigen, minuziös gemalten Landschaften, Stilleben und Figurenbilder niederländischer Kleinmeister des 17. Jahrhundert. Doch hat der Sammler ihre Nachwirkungen bis ins französische, englische und deutsche 19. Jahrhundert verfolgt.

Im Herbst 1970 wurde in Winterthur die Kunstsammlung "Stiftung Jakob Briner" eröffnet. Die alten Meister hatten bisher in Winterthur eher eine untergeordnete Rolle gespielt. Der aus Winterthurer stammende und in Zürich verstorbene Zollbeamte Jakob Briner (1882-29.09.1967) vermachte der Stadt in Form einer Stiftung eine beachtliche Sammlung von Gemälden alter Meister und Bildnisminiaturen. Untergebracht in den historischen Räumen des Rathauses, zeigt das Museum Werke von der Renaissance bis zum Klassizismus. Die Sammlung entstand ausserhalb Winterthurs und auch ohne Kontakt zu ihren Sammlern. Dass sie nach Winterthur kam, hing lediglich in der stillen Verehrung des Sammlers zu seiner Vaterstadt zusammen.

Jakob Briner wurde 1882 im Haus "Zur Lerche" am Obertor geboren. Sein Vater arbeitete in der Güterexpedition des Bahnhofes Winterthur. Als Ältester von sechs Geschwister lernte er Elektriker, war als Freileitungsmonteur für Trambahnen in Frankreich und Italien tätig, dann Zollbeamter in Basel und von 1915 bis 1947 in Zürich. In all den Jahren setzte er sich in seiner ganzen Freizeit nur für den Aufbau seiner Kunstsammlung ein. Nach 1950 begannen die Verhandlungen mit dem Kunstverein und der Stadt Winterthur und die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Leider verstarb der Stifter im September 1967, als sich die Realisierung seines Wunsches im Winterthurer Rathaus erst abzuzeichnen begann. Die Eröffnung des Testamentes ergab nicht allein, dass Winterthur als Standort der Kunstsammlung vorgesehen ist, sondern dass auch Geldmittel aus verkauften Landstücken am Zürichsee zur Verfügung stehen werden, um den weiteren Ausbau der Sammlung zu ermöglichen

Es sind nicht die grossen Namen, die in dieser Sammlung enthalten sind, sondern es sind eben die Kleinmeister. Es geht dabei um die Freude am naturgetreuen, sorgsam durchgeführten Abbild einer vertrauten bürgerlichen Umwelt, ungetrübt von den stilistischen Umwälzungen der ganz grossen Kunst.

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