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profil. (vormals BWS, HFS und WJS)

1888

Profil. Grüze

Rudolf-Diesel-Strasse 10

8404 Winterthur

052 267 41 50


Aus den drei Berufsvorbereitungsschulen Berufswahlschule BWS, Werkjahrschule WJS und Hauswirtschaftliche Fortbildungsschule HFS (10. Schuljahr der Stadt Winterthur) wird ab Schuljahr 2014/15 die Schule „profil.“

Foto: Sammlung HB (CC BY SA 4.0)

Obligatorische Schulzeit beendet – und jetzt?

Seit Jahrzehnten hilft die Stadt Winterthur Jugendlichen aus der Stadt Winterthur und aus diversen Regionsgemeinden beim Einstieg in die Berufswelt. Mit profil. wird ein intensives 10. Schuljahr angeboten. Die Lernenden werden von einem spezialisierten Team bei der Berufswahl unterstützt und mit schulischen wie auch praktischen Einstiegsmodulen auf den Wunschberuf vorbereitet. profil. der Name für alle früheren Berufsvorbereitungsjahre (Berufswahlschule BWS, Hauswirtschatliche Fortbildungsschule HFS und Werkjahrschule WJS) und umfasst verschiedene Berufsrichtungen – von der Informatikerin über den Polymechaniker bis zur Kauffrau. Wenn ein Jugendlicher auf der Suche nach dem richtigen Beruf ist und ein Jahr lang gezielt auf den Einstieg hinarbeiten möchte, ist er bei profil. genau richtig. Die Schule profil. unterteilt sich in zwei Einheiten: profil. Grüze und profil. Wüllfingen.

Foto: Sammlung HB (CC BY SA 4.0)

profil. Grüze

1888 gegründet, ist die Hauswirtschaftliche Fortbildungsschule (HFS) die älteste Berufsschule der Stadt. Über 200 Schülerinnen und Schüler besuchen Fächer wie Englisch, Werken oder Rechnen, um sich im Rahmen eines 10. Schuljahres aufs Berufsleben vorzubereiten. 1991 übergab die Stadt Winterthur dem Kanton die Berufs- und Fortbildungsschule (BFS), weil gesetzlich bestimmt worden ist, dass die Berufsschulen kantonal geregelt werden sollen. Die HFS blieb bei der Stadt, bekam jedoch das vertraglich festgesetzte Recht, weiterhin ihre bisherigen Räumlichkeiten in diesen nun kantonalen Schulhäusern zu nutzen. Für das Schulhaus Mühletal an der Tösstalstrasse 26 bezahlte der Kanton 2.5 Millionen Franken, das Schulhaus Wiesental an der Tösstalstrasse 24 wird unentgeltlich abgetreten.

2007 kam es erstmals zu Meinungsverschiedenheiten. Der Kanton beansprucht in seinen eigenen Räumen mehr Raum und zwar auf Kosten der HFS. Zwei der fünf HFS-Küchen wurden zu normalen Schulräumen umgebaut. Im April 2008 kommt es zu einer Lösung. Bis im Sommer 2009 kann die HFS im „Wiesental“ bleiben, dann muss sie ausziehen. Die Schulküchen können aber weiterhin genutzt werden. Die Schule zog im Sommer 2009 in den „Grüzehof“ an der Rudolf-Diesel-Strasse 10. Das ehemalige Geschäftshaus ist in ein Schulhaus umgebaut worden. Der Plan später ein eigenes Schulhaus zu bauen wurde 2018 definitiv verworfen. In einer Volksabstimmung im Juni 2018 wurde das Gebäude durch die Stadt gekauft. In der Volksabstimmung wurde der dazu nötige Kredit von 12,5 Mio. Franken mit 22‘043 Ja gegen 2286 Stimmen genehmigt.

Rund 40 Lehrkräfte unterrichten seit dem Schuljahr 2009/10 im neuen fünfstöckigen Schulhaus in der Grüze. Obwohl etwas ausserhalb des Stadtzentrums gelegen, haben sich inzwischen diesbezügliche Bedenken gelegt. An der offiziellen Einweihungsfeier in der im Parterre gelegenen wunderschönen Aula äusserten sich jedenfalls alle Rednerinnen und Redner, dass sich alle in den neuen Schulräumen wohl fühlen. Diese oder jene Unzulänglichkeit (z.B. der fehlende Pausenplatz) wird durch weit grössere Vorteile überstrahlt. Die Baukosten von fünf Millionen Franken werden gedeckt durch einen gleich hohen Kostenbeitrag des Kantons, der als Abgeltung für die vorzeitige Kündigung im bisherigen Schulhaus erfolgte.

Bereits im Frühjahr 2011 ergab sich die Möglichkeit im Schulhaus Grüzehof ein weiteres Stockwerk zu belegen. Nach den Anpassungsarbeiten gemäss dem bereits vorgenommenen Umbau soll die BWS ebenfalls hier untergebracht werden. Damit kann die BWS ins Hauptschulhaus eingegliedert werden mit vielen damit verbundenen Vorteilen. Das Blumental-Schulhaus wird damit frei und kann anderen Nutzungsmöglichkeiten zugeführt werden.

Als Hauswirtschaftliche Fortbildungsschule bietet die ehemalige HFS auch Kurse für Erwachsene in den Bereichen Kochen, Ernährung und Gesundheit; Mode, Nähen und Gestaltung, sowie Erziehung und Persönlichkeitsbildung an.

Foto: Sammlung HB (CC BY SA 4.0)

profil. Wülflingen

Die Werkjahrschule (WJS), heute profil. Wülflingen ist ein zehntes Schuljahr mit Schwerpunkten im handwerklichen und gestalterischen Bereich. Das Berufswahljahr soll auf eine Lehre oder Anlehre vorbereiten.

Die Werkjahrschule gegenüber dem Schloss Wülflingen (Wülflingerstr. 225) nahm 1967 den Betrieb auf. Werkunterricht in den Bereichen Holz und Metall stand damals im Vordergrund. Zugelassen waren vorerst nur junge Männer; erst ab 1981 wurden auch Mädchen aufgenommen. Eine weitere Anpassung an die Erfordernisse der Zeit erfolgte 1994 mit der Einführung des Fachs «Alltagsinformatik» und dem Einführungskurs für Fremdsprachige. Letzterer wurde 2003 durch die Gestaltungsklasse ersetzt, in der sich Schüler auf grafische und künstlerische Berufe vorbereiten.

Das Schulgebäude wurde durch die Architektin Frau E. Heimbrecht-Hess, Eröffnung 1967 erbaut und 2000 durch Rosmarie und Peter Spoerli erneuert und um ein zweites Obergeschoss erweitert.

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