w i n t e r t h u r - g l o s s a r . c h


Pfarreizentrum San Francesco

1906

Centro Sociale Italiano Winterthur

St. Gallerstr. 18

8400 Winterthur

052 212 41 91


Die italienischsprachigen Katholiken, die «Missione Cattolica di lingua Italiana» (MCI), haben ihr Zentrum an der St.-Galler-Strasse 18. Seit 1966 ist es im Besitz der Katholischen Kirchgemeinde. In den Jahren 2004/05 wurde renoviert und am 27. Februar 2005 konnte die Wiedereröffnung des Pfarreizentrums San Francesco gefeiert werden.

Das Haus an der St. Gallerstrasse 18, in dem das Pfarreizentrums San Francesco untergebracht ist, wurde in den Jahren 2004/05 für rund drei Millionen Franken umgebaut (Architekturbüro Bednar & Albisetti). Nun verfügt die einzige Personalpfarrei im Dekanat Winterthur wieder über ein eigenes Zentrum. Rund 7000 Gläubige gehören zur MCI («Missione Cattolica di lingua Italiana»). Gemäss einem Sprecher der Katholischen Kirchgemeinde ist die Gemeinde eine der aktivsten Pfarreien Winterthurs. Sie sei keine Konkurrenz zu Ortspfarreien, sondern eine Ergänzung. Die Italiener sollen ihre Kultur bewahren dürfen. Nur so komme man miteinander ins fruchtbare Gespräch. Zudem frage ja niemand nach dem italienischen Pass. Viele Gläubige kämen hierher, weil sie sich in der italienischen Sprache Zuhause fühlten, ohne dass sie Italiener seien.

Der Umbau selbst stellte hohe Ansprüche an die Bauleitung, denn Aussenfassade, Treppenhaus und die Räume in den oberen Etagen sind von historischem Wert. Die Denkmalpflege legte beim Umbau Wert darauf, dass das ursprüngliche Erscheinungsbild des Jugendstilhauses wieder hergestellt wurde. Das Haus wurde 1906 durch Architekt Wilhelm Schaefer aus Weesen gebaut. Bauherr war damals C.A. Peter (vormals J. Peter-Graf), Kolonialwaren und Weine en gros. Das Wohn- und Geschäftshaus ist einer der wenigen reinen Jugenstilbauten in Winterthur. Gegen die Strasse präsentiert sich ein überhöhter Mittelrisalit mit einem über zwei Geschosse laufenden Erker, der im Dachgeschoss als Balkon endet. In Keller, Erdgeschoss und dem angebauten Magazingebäude wurde einst Wein und Kolonialwaren verkauft. Auf Grund alter Baupläne und den Spuren an der Fassade wurde die ursprüngliche Fenstereinteilung mit den zeittypischen gesprossten Oberlichtern rekonstruiert. Freiere Hand hatte der Architekt bei der Gestaltung der Räume im Parterre und im ersten Untergeschoss. Die den Raum unterteilenden Säulen wurden entfernt und für verschiedenste Anlässe nutzbare Säle sowie eine grosse Küche eingerichtet.

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