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Hochschulbibliothek ZHAW Winterthur

06.02.2015

Ab Semesterbeginn im Februar 2015 konnten die Studierenden und Mitarbeitenden der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften die neue Hochschulbibliothek auf dem Sulzerareal in Winterthur nutzen. Mit über 6‘000 Quadratmetern ist sie die flächenmässig grösste Fachhochschulbibliothek im deutschsprachigen Raum. Die Bibliothek steht auch externen Benützern zur Verfügung.

Foto: winbib, Andreas Mader (Signatur FotDig_Mader_ 0174)

Das Gebäude 87 wurde in den Jahren 1930 bis 1931 vom Architekten Lebrecht Völki „als hervorragend gestaltetes Zeugnis des neuen Bauens und des Industriebaus“ für die Firma Sulzer erstellt.

Das heute denkmalgeschützte, dreigeschossige Werkstattgebäude wurde als Stahl-Skelettbau mit integrierten Kranbahnen und Geschossdecken aus einer Stahl-Beton-Konstruktion erstellt. Die Fassade -konstruiert als Curtain Wall (Vorhangfassade trägt nur ihr Eigengewicht und keine anderen statischen Lasten)- besteht aus einer Eternitverkleidung und grossflächigen Verglasungen.

Dieses ehemalige Fabrikgebäude wird neu von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW für ca. 1‘000 Studierende als Lernzentrum genutzt. In die 11 Meter hohe Halle im Erdgeschoss wurden Zwischengeschosse als von der Fassade losgelöste Ebenen eingebaut.

Im 1. Obergeschoss wurden Schul- und Gruppenräume eingerichtet. Im 2. Obergeschoss -unter den grosszügigen Oblichtverglasungen- entstand ein vielseitig nutzbarer grosser Raum als Lern- und Lesebereich für die Studierenden.

Auf rund 6000 Quadratmetern Nutzfläche sind für Studenten und öffentliche Nutzer über 650‘000 Titel aus den Fachbereichen Architektur, Gesundheit, Linguistik, Technik und Wirtschaft abrufbar.

Davon rund 220‘000 gedruckte Exemplare, 50‘000 E-Books und 350‘000 lizenzfreie Titel.

Foto: zVg. ZHAW, Christian Schwager

In der Bibliothek von heute verschiebt sich das Verhältnis klar zu den elektronischen Medien, und diese soll vor allem auch wieder zum «Dritten Ort» werden, zwischen Wohnung und Arbeit, wo man sich trifft und austauscht.

Anders als in der Zürcher Zentralbibliothek drängt sich in der lichtdurchfluteten Lernlandschaft mit ihren 380 Arbeitsplätzen nichts dicht an dicht. Sechs verschiedene «Lernmodelle» ziehen sich durch den schmalen, 95 Meter langen und 18 Meter breiten Raum.

Es gibt lebendige und leise Zonen. In der «lebendigen» gruppieren sich rote Sessel um kleine Tischchen, locker voneinander abgetrennt durch mobile Schallwände. «Stille» Zonen sind sogenannte Carrels, isolierte Lernboxen, wo sich Doktoranden zum Beispiel für ihre Dissertation zurückziehen können.

Foto: zVg. ZHAW, Christian Schwager

Daneben gibt es auch Gruppenräume aus Glas und viele gewöhnliche, durch einen Sichtschutz voneinander getrennte Arbeitsplätze. Hell und weitläufig, wie er ist, wirkt der Raum fast wie ein Atelier. Vier Pflanzenwände, die wie Palettgärten wirken, frischen das Ganze auf.

Die Projektierungs- und Bauphase durch P&B Partner Architekten AG (Piotrowski/Bovet/Ledergerber) dauerte von 2011 bis 2014. Das Haus steht im Besitz der Credit Suisse Immobilien Fonds und wird vom Kanton Zürich gemietet. Die Bauausführung erfolgte durch die Implenia AG.

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