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Rieter-Dölly, Oskar, Ingenieur, 1844-1913

Oskar Rieter-Dölly
1844
1913

Oskar Rieter-Dölly war als Sohn von Oberst und Ständerat Heinrich Rieter dritter Namensträger der 4. Generation. Er war Ingenieur und Oberst und ab 1868 verheiratet mit Frieda Dölly. Sie hatten den gemeinsamen Sohn Benno 1870-1925. Auch er ein späterer Direktor.

Oskar Rieter, er wohnte im Trollengut (Brühlgut), hatte vom Vater die militärische Ader geerbt. 1891 wurde er Oberst im Generalstab. Seine theoretische Ausbildung holte er aus seinen Aufenthalten in Leipzig und Lausanne, das praktische Rüstzeug in längeren Aufenthalten in Mailand, Triest und England. Trotz väterlichem Verbot nahm er in dieser Zeit auf einem Schiffe an der Seeschlacht von Lissa an der Adria teil. In Töss leitete er von 1868 an die Abteilung Spinnmaschinen, später Leiter der Maschinenabteilung. Daneben war er 1871 bis 1903 Verwaltungsrat der Seidenstoffweberei, 1887 bis 1896 liberaler Kantonsrat, 1889 Jurymitglied der Weltausstellung Paris. 1891 nahm er Einsitz in den Verwaltungsrat, den er ab 1901 präsidierte. Ein Schlaganfall im Oktober 1903, der ihn lähmte und der Sprache beraubte, zwang ihn 1904 zum Rücktritt. Theodor Ziegler schrieb über ihn: „Er hat jahrelang als die Seele des Rieterschen Geschäftes gegolten, und auch, nach dem es in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden war, blieb er als einer seiner tüchtigsten Leiter an der Spitze des Geschäftes.

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