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Vogt Heiri, SP, Stadtrat 1986-2002, 1941 - 2021

Heiri Vogt
21.09.1941

Der ehemalige Bäcker und Stellwerkbeamte strafte alle jene Lügen, die dem damals 45 jährigen SP-Politiker ein Scheitern im Exekutiv-Amt der Stadt Winterthur voraussagten. 16 Jahre lang führte der SP-Mann das anspruchsvolle Departement Bau souverän und kraftvoll. Seine Volksverbundenheit brachten ihm immer wieder viel Sympathie aus allen Bevölkerungskreisen entgegen.

Foto: winbib, Barbara Truninger (Signatur FotLb_004291)

Heiri (wie ihn die ganze Stadt nannte) Vogt ist in Rikon im Tösstal aufgewachsen, wo er auch die Schulen besuchte. Nach einer Bäckerlehre wechselte er zur SBB, wo er 24 Jahre lang als Stellwerkbeamter tätig war. Vogt war verheiratet und Vater von zwei Töchtern. Er wohnte in Oberwinterthur.

Heiri Vogt betätigte sich über 30 Jahre lang in der Politik. Zuerst engagierte er sich in der Eisenbahngewerkschaft, danach gelang ihm der Sprung in den Gemeinderat.

1986 wurde der inzwischen populäre und volksnahe SP-Gemeinderat in einer umstrittenen Kampfwahl in den Stadtrat gewählt. In souveräner Art und mit einer gesunden "Bauernschläue" führte er während 16 Jahren das komplexe Departement Bau mit seinen rund 300 MitarbeiterInnen.

Foto: winbib (Signatur FotLb_004309)

Während seiner Amtszeit wurden unter Anderem die Steinberggasse und der Oberen Graben umgestaltet, sowie die neue Storchenbrücke, das Schulhaus Oberseen und ein Neubau für das Altersheim Neumarkt errichtet.

Gegenüber dem Landboten berichtete er anlässlich seines Rücktritts im Jahr 2002, dass seine Zeit im Stadtrat für ihn extrem herausfordernd gewesen sei: "Ich war der am höchsten bezahlte Stift der Stadt."

Vogt war lange Jahre aktiver Fussballer, wie er auch dem Sport ganz allgemein sehr zugetan war. Velofahren und Tennis lösten den Fussball als seine Lieblungssportart ab.

Heiri Vogt ist am 2.1.2021 nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben.

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