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Berufsbildungsschule Winterthur BBW 8400 Winterthur

1974

Berufsbildungsschule Winterthur BBW

Wülflingerstr. 17

8400 Winterthur


Die Ursprünge der "Gewerblich-Industriellen Berufsschule Winterthur" gehen bis ins Jahr 1836 zurück. Im Jahre 1922 bezog die „Berufsschule, männliche Abteilung das Schulgebäude an der Merkurstrasse 12. 1969 platze das Haus aus allen Nähten. Auf der „Frohsinnwiese“ an der Wülflingerstrasse 17 entstand ein neues. Bezug war 1974.

Die Ursprünge der "Gewerblich-Industriellen Berufsschule Winterthur" gehen bis ins Jahr 1836 zurück. Die 1836 eröffnete "Gewerbeschule" war sowohl für Jünglinge bestimmt, die der "Knabenschule" entlassen und in einer Lehre waren, als auch für Gewerbetreibende, die sich weiterbilden wollten. Im Jahre 1922 bezog die „Berufsschule, männliche Abteilung“, wie sie damals noch hiess, das Schulgebäude an der Merkurstrasse 12. Dieses war 1889/1890 als privates Geschäftshaus erstellt worden und wurde dann zum Schulgebäude umgebaut. 1969 platze das Haus nicht nur aus allen Nähten, sondern an nicht weniger als in fünf Provisorien mussten verschiedenste Klassen ausgelagert werden. Auf der „Frohsinnwiese“ an der Wülflingerstrasse 17 wurde für knapp 14 Mio. Franken ein neues Berufsschulhaus mit zwei Autoeinstellhallen im 2. und 3. Untergeschoss gebaut. Auch ein Schutzraum für 500 Personen wurde bewilligt, nicht aber eine Vollklimaanlage für die Schulräume. Bezug war 1974.

Foto: Heinz Bächinger

Für das neue 7-geschossige Gebäude mit 54 Demonstrations-, Fachkunde- und Zeichnungszimmer und den dazugehörenden Neben- und Schulleitungsräumen, sowie für den Werkstätten- und den Hörsaaltrakt kamen nur ganz wenige Bauplätze in Betracht. Wegen der günstigen Lage zum Stadtzentrum und zum Bahnhof entschied man sich für die 9696m2 grosse "Frohsinnwiese", an der Wülflingerstrasse und zwischen Tell- und Schützenstrasse gelegen. Das Areal war zuvor Püntenland und bereits in städtischem Besitz. Die Konstruktions- und Fassadengestaltung wurde zu einem Experiment. Auf Empfehlung einer Winterthurer Stahlbaufirma entschloss man sich nebst den Betonelementen zu einem Stahlbau unter Verwendung vom neuartigen Cor-Ten-Stahl. Dieser Stahl soll einen Rostungsprozess durchmachen, der nach zirka drei Jahren beendet sein soll. Die braune Patina ergibt dann ein sich farblich wohltuend in die Umgebung einfügende Fassadenfarbe. Mit dem Ende des Rostungsprozesses nach drei Jahren war es dann aber nichts. Es rostete weiter, tropfte auf Simsen und auf den Boden und auf alles was darunter stand oder lag. Der Übername des Schulhauses war bald gegeben: Rosthaufen!

Foto: Heinz Bächinger

Ausser diesem im wahrsten Sinne Schönheitsflecken entstand ein funktional bestens gestaltetes Bauwerk. Das Projekt wurde aus einem Wettbewerb, an dem 38 Vorschläge eingereicht worden sind, ausgelesen. Dafür verantwortlich war das Architekturbüro von Peter Stutz. Mit der Kantonalisierung der Berufsschule gingen Areal und Schulhaus an den Kanton Zürich. Dieser sanierte die Fassaden 1994, sodass der Name "Rosthaufen" langsam in Vergessenheit geriet. Die unter der Regieführung von Architekt Peter Stutz vorgenommene Renovation, ersetzte die Corten-Fassaden durch Aluminium.

Zurzeit wird wieder in vier Schulgebäuden unterrichtet: Schulhaus Wülflingerstrasse 17, Hauptgebäude (Aludose); Anton-Graff-Haus, Zürcherstrasse 2; Bildungszentrum Informatik BBW Pionierstrasse 28 und Turnhallen am Rennweg.

Foto: Heinz Bächinger

Rennweg Turnhallen

Für das Fach Sport steht die Sportanlage Rennweg mit sechs Hallen und entsprechenden Aussenplätzen zur Verfügung. Das Turnhallengebäude wurde ab 1981 (Bezug 24. Oktober 1983) errichtet. Die unteren drei Hallen sind nur als Einzelhallen benutzbar. Die oberen drei Hallen hingegen können zu einer grossen Spielhalle mit Zuschauergalerie vereint werden. (Kreditbetrag Fr. 5'640'000.- Architekt: Max Krentel)

Mit der Kantonalisierung der Berufsschulen gingen auch diese Gebäulichkeiten in den Besitz des Kantons über.

Als künstlerischer Schmuck steht bei den Aussenanlagen das Kunstwerk "Spannung". Es wurde 1984 durch den Künstler Walter Strack realisiert. 2008 wurde es saniert, sodass auch die (Innen)-Beleuchtung, die jahrelang defekt war, der Skultptur wieder den alten Glanz verleihen wird.

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