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Musikhaus Walter Grimm & Piano-Center


Prominent an verkehrsbester Lage an der Kreuzung St. Gallerstrasse/Pflanzschulstrasse steht das Musikhaus Grimm. Die eindrücklich wirkenden Schaufenster mit den leuchtenden Musikinstrumenten sind unübersehbar.

Walter Grimm spielt als Multiinstrumentalist auf vielen Hochzeiten und führt im Hauptberuf seit mehr als 30 Jahren sein Musikhaus. Er ist Musiker und Chef des Musikhauses. Danny und Josua, zwei seiner vier Söhne, sind auch im Betrieb tätig. Sie sind ebenfalls der Blasinstrumentenreparatur verpflichtet, spielen Saxofon und weitere Instrumente. Der erste Laden vor rund dreissig Jahren und auch der zweite waren in Veltheim. Dann expandierte das Geschäft an die Römerstrasse und seit 2000 ist es an der Kreuzung Pflanzschulstrasse/St.-Galler-Strasse. Immer ging es aufwärts, immer kamen neue Ideen und Instrumente hinzu. Als Walter Baur am Obertor sein Pianohaus aufgab, integrierte Grimm die Pianoabteilung im Untergeschoss. Heute ist die Arbeitsteilung so: Grimm verkauft und vermietet, die Baur-Nachfolgerin transportiert, repariert und stimmt die Instrumente.

Foto: Privatarchiv Grimm

Die Musik hat Walter Grimm von seinem Vater ins Ohr gesetzt bekommen, der Handörgeler und Klarinettist war. Die Folklore ist seine Liebe geblieben. Seine eigene Ländlerkapelle hat es schon öfters ins Schweizer Fernsehen geschafft, dort gesellten sich jeweils Grössen wie Carlo Brunner dazu. Daneben spielt Grimm gelegentlich auch in anderen Formationen, bei Reto Parolari etwa. Auch Pepe Lienhard ist Kunde in Grimms Laden. Früher hat er selber jeweils Dutzende Auftritte pro Jahr gemacht und ist ständig unterwegs gewesen. Dann hat Grimm entschieden, noch einen anderen Weg zu gehen, um der Konkurrenz den Marsch zu blasen: Er bringt eine eigene Instrumentenlinie auf den Markt. Holz- und Blechblasinstrumente vom Piccolo bis zum Sousafon und natürlich sind auch Saxofone in verschiedenen Lackierungen zu haben.

Foto: Privatarchiv Grimm

Walter Grimm (*5. April 1960) ist verheiratet mit Jeanette. Sie haben vier Söhne David (*1990), Danny (*1992) sowie die Zwillinge Sydney und Josua (*1995) Als Hobbys nennt er Musik, Familie und Eishockey. Daneben hatte es ihm auch das Eishockey-Spielen angetan. Ja, er träumte sogar von einer Profi-Eishockey-Karriere. Obschon das Eishockey-Spielen ebenfalls grossen Spass machte und bei den Gleichaltrigen wesentlich mehr Eindruck hinterliess als das volkstümliche Musizieren, eiferte Walter Grimm mit der Klarinette und später auch mit dem Saxophon noch lieber seinen Vorbildern nach, als sich mit Schläger und Puck auf dem Eis zu tummeln. Schon während der Schulzeit absolvierte der Schüler der Musikschule Winterthur zusammen mit seinem Vater die ersten Engagements unter dem Namen «Kapelle Grimm Vater und Sohn».

Foto: Privatarchiv Grimm

Da der junge Musikant nach Schulabschluss in der ganzen Schweiz keine Lehrstelle für seinen Traumberuf als Instrumentenbauer finden konnte, entschloss er sich für eine kaufmännische Ausbildung. Im Zollfreilager Embraport in Embrach absolvierte er die praktische Lehrzeit mit Fachrichtung Zolldeklarant, und im Anschluss war Walter Grimm während zwei Jahren in dieser Funktion auf dem Flughafen Kloten tätig. Die Musik hat ihn auch in dieser Zeit stets begleitet. Zusammen mit seinem Vater spielte er in der Stadtmusik Winterthur, in den regionalen Jugendmusikschulen wirkte er als Ausbildner und zusammen mit Gleichgesinnten gründete er 1976 das «Schweizer Volksmusik-Quartett». Diese erste Kapelle war in jener Zeit nicht zuletzt auch wegen des offiziell anmutenden Namens viel und erfolgreich unterwegs. Kurz später war es fast eine logische Folge, dass Walter Grimm auch seine Rekrutenschule bei der Schweizer Militärmusik absolvierte. Am Konservatorium Winterthur (Klarinette) und an der Musikhochschule Zürich (Harmonielehre) bildete sich Walter Grimm während mehreren Jahren weiter und erlangte dadurch eine immer ausgereiftere Technik auf der Klarinette und ein breites Verständnis für die Materie Musik. Dieses Können setzt er seit 1979 in der eigenen Kapelle gekonnt ein und geniesst in der Volksmusikszene entsprechendes Ansehen.

Bei Musik Hug in Zürich absolvierte er dann doch noch eine Ausbildung als Blas-Instrumentenreparateur. Nach dreijähriger Praxis folgte dann am 3. Mai 1988 die Eröffnung des eigenen Musikhauses in Winterthur. Dank seinem Bekanntheitsgrad und sehr guten Dienstleistungen auf allen Ebenen wurde das Fachgeschäft in kürzester Zeit zur Anlaufstelle für Musikantinnen und Musikanten von nah und fern und darf regelmässig auch für bestbekannte Interpreten der Ländlermusik-, Klassik sowie Jazz arbeiten. Walter Grimm kann in diesem Umfeld seine beiden Berufe optimal verbinden und dank seiner Kommunikationsfreudigkeit auch als Musiker und Verkäufer den Kunden einen gute Beratung bieten.

Foto: Privatarchiv Grimm

Ausgewiesene Instrumentenmacher sowie Mitarbeiterinnen in Verkauf und Büro komplettieren heute das Musikhaus Walter Grimm in Winterthur. Neben ihrer Aufgabe als Hausfrau hilft auch Grimms Frau Jeannette tatkräftig mit und erledigt verschiedene administrative Arbeiten. Obschon Geschäft und Musik sehr viel Zeit im Leben von Walter Grimm einnehmen, ist seine Familie für ihn stets ein zentraler Anker, der ihm sein vielfältiges Tun überhaupt ermöglicht. Die Familie wohnt zusammen mit zwei Katzen und einem Hund im nahen Ellikon an der Thur.

Quelle: Text von Martin Gmür im Landboten vom 6. Dezember 2018

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