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Theater Ariane

Sat Mar 06 00:00:00 UTC 2010

Postadresse: Theater Ariane, Pflanzschulstrasse 12, 8400 Winterthur

Telefon (auch für Reservationen): 079 240 76 68


Das „Theater Ariane“ ist ein Tourneetheater aus Winterthur, das von ehemaligen Berufsleuten des Theaters Kanton Zürich gegründet wurde. Das Ensemble tritt mit seinen Eigenproduktionen in der ganzen Schweiz auf.

Foto: jpg / Foto: Theater Ariane

Die „Genossenschaft Theater Ariane“ wurde im November 2010 von einer Gruppe ehemaliger Schauspielern und Mitarbeiterinnen des Theater Kanton Zürich gegründet. Indirekter Auslöser dazu war der nicht ganz freiwillige Abgang des langjährigen TZ-Leiters und Regisseurs Jordi Vilardaga und einigen Mitgliedern seines Ensembles, wie den Schauspielern Rachel Matter und Antonio da Silva oder der Dramaturgin Marie-Louise Michel, deren Arbeitsverträge damals ebenfalls nicht mehr erneuert worden waren. Zusammen sollte die erprobte Zusammenarbeit weitergeführt werden, mit dem gemeinsamen Ziel, „lebendiges Theater zu machen und Menschen zu berühren und zu verführen“, wie es die Verantwortlichen auf ihrer Homepage-Präsentation formulieren.

Foto: jpg / Foto: Theater Ariane

Schon vier Monate später, im März 2011, fand mit der Schweizer Erstaufführung von Tankred Dorsts Dreipersonen-Stücks «Fernando Krapp hat mir diesen Brief geschrieben» die erste Premiere des Ensembles im Theater im Waaghaus statt. Und bald darauf folgte in der Halle 181 auf dem ehemaligen Sulzer-Lagerhausareal die Premiere des Freilichtstücks „Geierwally“, mit der die Truppe ebenfalls auf Tournee gehen sollte. Seither sind ein weiteres Dutzend Eigenproduktionen entstanden (Stand Februar 2017). Pro Jahr werden in der Regel zwei Neuinszenierungen erarbeitet, wobei alle Stücke gemäss Vilardaga auf literarische Vorlagen basieren, getreu dem Anspruch, qualitativ hochstehendes Theater zu bieten.

Foto: jpg / Foto: Theater Ariane

Das Theater beschäftigt heute sieben festangestellte Berufsleute: die oben genannten Gründungsmitglieder, die heute noch dabei sind, und weitere vier Fachpersonen für Technik, Kostüme und Geschäftsleitung. Neben den Stammspielern werden je nach Stück und Bedarf freie Berufsleute beigezogen. Das aktuelle Repertoire besteht aus einem halben Dutzend Produktionen. Damit bestreitet das Ensemble inzwischen in Häusern der ganzen Schweiz bis zu fünfzig Vorstellungen pro Jahr, „Tendenz noch steigend“, sagt Vilardaga.

Der Name „Ariane“ beziehe sich im Übrigen nicht auf eine bestimmte bzw. bekannte Person, räumt der Regisseur ein, sondern sei aus praktischen phonetischen Gründen gewählt worden, sei er doch prägnant kurz und wird in allen drei Landesprachen gleich ausgesprochen. Die ersten Jahre war die Ariane-Truppe auf dem ehemaligen Sulzerareal in der erwähnten Halle beheimatet. Da diese umgenutzt werden sollte, musste eine neue Bleibe gesucht werden. Per Zufall stiess man auf ein leerstehendes Bildhauer-Atelier am Lindspitz, das fortan als Proberaum und – für kleinere Produktionen – als „Zimmertheater“ mit Platz für 40 Zuschauerinnen und Zuschauern dient.

Foto: Jean-Pierre Gubler

Das Theater finanziert sich in erster Linie durch den Verkauf seiner Aufführungen. Dazu kommen produktionsbezogene Beiträge von Stadt und Kanton. Unterstützt wird es schliesslich auch von seiner Trägerschaft, den 350 GenossenschafterInnen, die meisten aus der Region.

Text: Jean-Pierre Gubler

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