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Kneipp-Verein Winterthur

Sat Sep 03 00:00:00 UTC 1932

Wassertreten, Armbäder, Güsse, Waschungen, Wickel und Kompressen (die sog. Hydrotherapie) beinhaltet die Kneipp-Lehre. Das heisst natürlich Leben und die Gesundheit erhalten. Auch in Winterthur leben viele Anhänger dieser Lehre. Sie sind im Kneipp-Verein Winterthur seit 1921 zusammen geschlossen. Ein reichhaltiges Vereinsprogramm bringt die Lehre näher und pflegt die Geselligkeit.

Sebastian Kneipp (1821-1897) war ein bayrischer, katholischer Priester. Er wurde bekannt als Hydrotherapeut und Naturheilkundler und wurde Namensgeber der Kneipp-Medizin, bei der Wasserkuren und Wassertreten im Zentrum stehen. Kneipp machte diese Naturheil-Methode bekannt. Kneipp wirkte in Bad Wörishofen, wo er täglich öffentliche Gesundheitsvorträge hielt. Diese Kneipp‘schen Heilmethoden wurden bald europaweit bekannt und beliebt. Die Kneipp-Therapie beinhaltet Wasseranwendungen, Pflanzenwirkstoffe, Bewegungs- und Ernährungsempfehlungen. Auch in der Schweiz fand diese Lehre viele Anhänger und es entstanden zahlreiche, lokale Kneipp-Vereine. 1932 wurde in Winterthur eine Sektion des Kneippverbandes Schweiz gegründet. Noch im Gründungsjahr wurde ein Arztvortrag organisiert. Kneipparzt Dr. Flamm aus Wörishofen konnte dafür gewonnen werden.

Richtig in Schwung kam das Kneippwesen in Winterthur 1953, als Ernst Wuhrmann das Präsidium vom Kneipp-Verein Winterthur übernahm. Zusammen mit seiner Frau Anni organisierte er ein reichhaltiges Vereinsprogramm um die Lehre des Kneippens bekannt zu machen. Sie gaben auch zwei Bücher heraus: "Der Wegweiser", eine Anleitung für Kneipp-Anwendungen und "Gsundi Choscht", ein Wegweiser für naturnahe Ernährung. Die Familie Wuhrmann gründete im Verein eine Gymnastikgruppe, die 1982 150 Turnmitglieder zählt. 1958 wird Wuhrmann zum Präsidenten vom Schweiz. Kneippverband gewählt. Bei seinem unerwarteten Tod 1975 ist die Sektion Winterthur mit 1427 Mitgliedern der grösste Kneipp-Verein der Schweiz.

Kneipp-Vereinspräsident Willy Zollinger und Stadtrat Künzle begrüssen zahlreiche Gäste

Nach dem unerwarteten Tod von Ernst Wuhrmann im Jahre 1975 wurde es vorerst etwas ruhiger im Kneipp-Verein Winterthur, bis 1978 Hermann Böhler das Präsidium übernahm. 1983 kam mit Paul Zumbach, Leiter des Winterthurer Hallenbades, ein wasserverbundener Mensch ins Vereinspräsidium. Während seiner 12-jährigen Amtszeit, die er mit viel Geschick und Enthusiasmus durchzog, richtete Zumbach im Hallenbad eine Kneippstation ein. 1996 wird er als sachlicher Berater für Verbands- und Vorstands-Probleme eingesetzt. 1997 wird Paul Zumbach als IKAT-Delegierter (Internationale Kneipp-Aktionstage) der Schweiz berufen. 1995 bis 2009 übernimmt der seit 1993 als Vizepräsident amtierende Willy Zollinger das Präsidium. Seit 2009 steht Agnes Mattle dem Verein vor.

genauer Standort: Rosentalstrasse (an den Walkeweihern vorbei) bis zur ob. Haldenstrasse (und Kuhstellstrasse)

Kneipp-Holzbrunnen

Der Kneipp-Verein Winterthur versucht auch im öffentlichen Raum Zeichen seiner Arbeit und seines Wirkens zu setzen. Zwei Brunnen laden zum Kneippen ein.

Der Kneipp-Holzbrunnen (Armbad) befindet sich an der Rosentalstrasse, die an den Walchenweihern vorbei in den Lindbergwald führt. Bei der Einmündung der Haldenstrasse steht der majestätische Holzbrunnen. Eine Tafel lädt Sportler und Spaziergänger ein, sich mit einem Armbad zu erfrischen.

Auf einer kleinen Terrasse unterhalb vom Restaurant Goldenberg steht die Brunnenanlage. Nebst einem gesunden Arm-Bad hilft auch die prächtige Aussicht für einen Aufsteller.

Kneipp-Steinbrunnen

Der Steinbrunnen mit der Anleitungstafel ist auf dem Weg zum Goldenberg anzutreffen. Auf einer kleinen Terrasse unterhalb vom Restaurant Goldenberg steht die Brunnenanlage. Nebst einem gesunden Armbad hilft auch die prächtige Aussicht für einen Aufsteller.


Präsedenten und Präsidentinnen Kneipp-Verfein Weinterthur
1932

1953-1975
Ernst Wuhrmann
1975-1978

1978-1983
Hermann Böhler
1983-1995
Paul Zumbach
1995-2009
Willy Zollinger
2009
Agnes Mattle
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