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Wipf Robert, Redaktor, Politiker, *1914

Robert Wipf
13.04.1914
30.03.1980

Der allseits bekannte Winterthurer Politiker und Sozialdemokrat lernte Schriftsetzer und hatte bereits jung sich der Sozialistischen Jugend angeschlossen. Später profilierte er sich als Redaktor der Arbeiterzeitung, als Gemeinderat, als SP-Präsident von Stadt und Bezirk Winterthur und beschloss sein aktives Berufsleben schliesslich als Direktionspräsident der COOP Winterthur und Vizepräsident der COOP Schweiz.

Robert Wipf, 13. April 1914 geboren, wuchs in Wülflingen auf, besuchte dort die Schulen. Dann lernte er den Beruf eines Schriftsetzers. Während den Krisenjahren bildete er sich in der Kunstgewerbeschule Zürich und in Vorlesungen über Nationalökonomie, Geschichte und Journalistik an der Universität Zürich weiter. Vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges beteiligte er sich an der Gründung der Buchdruckerei Lüthi.

1950 wurde er Redaktor an der Winterthurer AZ und blieb in dieser Funktion bis 1966. Er sass zwanzig Jahre im Gemeindeparlament, März 1946 bis März 1966, und präsidierte diesen Rat 1962/63. Seit 1950 war er auch in den Behörden von COOP Winterthur aktiv. In obersten Funktionen als Präsident der Betriebs- und der Verwaltungskommission war er massgebend am Erfolg der aus der Arbeiterschaft hervorgegangenen Genossenschaft beteiligt. Er hatte einen namhaften Einfluss ausgeübt auf die Reorganisation des schwerfälligen Behördeapparates und schuf damit die Voraussetzungen für erfolgreiche Fusions-Verhandlungen mit den umliegenden Genossenschaften.

Eine Enkelin von Robert Wipf, die das politische Gen weiter tragen durfte, politisierte Jahre später und ebenfalls für die Sozialdemokratische Partei als Gemeinderätin und Stadträtin (ab 2001).

Sie zitierte 2008 ihren Grossvater in einer Schwimmbaddebatte: „Nicht alle können sich Badeferien am Meer leisten. Umso wichtiger ist es, dass wir in unserer Stadt attraktive Schwimmbäder und einen günstigen Sportpass anbieten können. Alle, insbesondere Familien sollen sich das Baden leisten können. Schwimmen ist beliebt, gesund und die Erholung vor Ort umweltschonend." So hat schon Robert Wipf – mein Grossvater – argumentiert, als er 1946 namens der SP-Fraktion den Stadtrat mit einer Motion aufforderte, in allen Stadtkreisen ein Bad sowie ein zentrales Hallenbad zu bauen.

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