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Kyburgiade

Thu Sep 05 00:00:00 UTC 1991

Das Internationale Kammermusik-Festival auf Schloss Kyburg KYBURGIADE wurde 1991 vom Cellisten, Stephan Goerner, Zürich, Ruth Zenger, Kilchberg und RA Dr. Dieter Hug, Zürich in der Absicht ins Leben gerufen, die sommerliche Konzertflaute mit hochqualifizierter Kammermusik zu unterbrechen. Den Gründern erschien das Schloss Kyburg als exklusivster Konzertort in der Region Zürich–Winterthur.

Foto: Archiv Kyburgiade

Die alljährlich stattfindenden KYBURGIADE-Konzerte konnten sich innert kürzester Zeit höchstes internationales Renommee verschaffen. International berühmte Künstler und Ensembles wurden bis 2017 vom künstlerischen Leiter Stephan Goerner engagiert. Schweizerische und Internationale Presseberichte sprechen der KYBURGIADE durch ihre Auszeichnungen höchstes Lob aus.

Die Burgstimmung als Kulisse eines Serenaden Konzerts verleiht dem Konzerthörer eine ganz besondere Atmosphäre, die ein Konzertsaal nicht zu vermitteln vermag. Als Schlechtwetter-Varianten stand den Veranstaltern in einer ersten Phase die romantische Reithalle aus dem letzten Jahrhundert in Winterthur, mit samt deren Charme zur Verfügung. Seit 2010 werden die Konzerte bei schlechtem Wetter im Stadthaus-Saal durchgeführt.

In mancher Hinsicht ist die KYBURGIADE Bindeglied zwischen den Künstlern einerseits und den Konzerthörern anderseits, sie verspricht Begegnungsmöglichkeiten unter den Konzertbesuchern. Durch Vortragsreihen wird die Kammermusik den Besuchern verständlich gemacht. Geographisch bietet die KYBURGIADE den nord-ostschweizerischen Landesteilen und dem Süddeutschen Raum eine kulturelle Note.

Foto: Archiv Kyburgiade

Gründungsmitglied und künstlerischer Leiter der Kyburgiade bis 2017

Stephan Goerner (*1957) in Winterthur geboren, studierte an der Juilliard-School of music in New York beim Cellisten Leonard Rose und Kammermusik bei Robert Mann (Juilliard Quartet). Anschliessend vertiefte er sein Cellostudium bei Maurice Gendron in Paris. Sein Kammermusikstudium führte ihn zum La Salle Quartett, zu Sandor Végh und zu Nikolaus Harnoncourt.

Stephan Goerner war nicht nur Gründer und künstlerischer Leiter der Kyburgiade und der Lenzburgiade, sondern er hat auch das Zürcher CARMINA QUARTETT aus der Taufe gehoben. Dem Ensemble wurden viele bedeutende internationale Preise zugesprochen. Ausgedehnte Konzerttourneen führten das Quartett regelmässig in die bedeutendsten Musikzentren Europas, Amerikas und Japans. Stephan Goerner ist Dozent für Kammermusik an der Hochschule für Musik & Theater Zürich ZHDK und hat eine Professur für Kammermusik an der Universität für Musik & Darstellende Kunst in Graz (Österreich) inne. Stephan Goerner hat die Kyburgiade und die Lenzburgiade künstlerisch massgeblich geprägt.

Foto: website hdk

Im August 2017 kündigte er seine Stelle als künstlerischer Leiter der beiden Burgenkonzerte. Stephan Goerners Leben nahm 2016 eine dramatische Wende. Er erlitt einen Hirnschlag. „Seine Frau und seine beiden Kinder wiederzusehen, als er aus dem Koma erwacht sei, das habe ihn mehr gefreut als alles, was ihm widerfahren sei in seinen sechzig Lebensjahren“, wird er zitiert. Aber Behinderungen am linken Arm verunmöglichen ihm, sein geliebtes Cello zu spielen. Er kämpft, mit verschiedenen Therapien den Weg zurück zu finden. Auch sind Ideen und Projekte in ihm bereits wieder vorhanden.

Die gesamte Familie Görner hat sich für die Kyburgiade stark engagiert. Vater und Mutter Görner, Stephan Goerner, Adrian Görner (bis 2009), Ruth Zenger-Görner, Kathrin Goerner (Ehefrau von Stephan) und später alle Kinder der Görner’s . 18 Jahren bis und mit Konzertsommer 2009 hat die ZKB die KYBURGIADE alljährlich mit einem namhaften Sponsor-Betrag unterstützt.

Foto: Archiv Kyburgiade

Nach 28 Jahre ist das Gründungsmitglied und die Geschäftsführerin der Kyburgiade Ruth Zenger-Görner nach den Konzerten 2018 zurückgetreten. Die Weiterführung der Kyburgiade ist garantiert, ein junges dynamisches Team wird die Leitung übernehmen. Nach dem Durchgangsjahr 2018 für den künstlerischen Leiter Markus Schirmer, Pianist aus Graz, wird eine neue musikalische Ära gestartet. Ab 2019 wird eine Frau die künstlerische Leitung übernehmen.

Weiterhin wird anfangs August und das seit bald drei Jahrzehnten, das Schloss Kyburg zwischen Zürich und Winterthur ein Mekka für Liebhaber von speziellen, hochkarätigen Sommer-Konzerten bleiben. Die Idee des Festivals ist und bleibt, in der idyllischen Atmosphäre des mittelalterlichen Schlosshofes fünf hochstehende Konzerte mit Musik aus allen Epochen unter freiem Himmel zur Aufführung zu bringen. Durch das einmalige Ambiente der mittelalterlichen Kyburg haben die Konzerte des Festivals einen unverwechselbaren Charakter, der sich durch den mitreissenden Enthusiasmus der beteiligten Künstler aus aller Welt auszeichnet. Die fünf Konzerte des Festivals stehen jeweils locker zusammengefasst unter einem Leitthema, welches die gesamte facettenreiche Palette der Musik, angefangen bei mittelalterlicher Musik, dem Barock, der Klassik und Romantik, über Crossover-Projekte bis zu Jazz umfasst.

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