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Neue Wohnstadt in Wässerwiesen und im Gern Hegi

2003

Der Rüschlikoner Bauunternehmer Leopold Bachmann, grösster privater Bauunternehmer der Schweiz, hat in den peripheren Winterthurer Gebieten Wässerwiesen (Wülflingen) und "im Gern" (Oberwinterthur-Hegi) 2003/04 zwei Grossüberbauungen mit total 950 günstigen Wohnungen errichtet.

Bauherr Leopold Bachmann erstellte in der Wässerwiesen, direkt neben dem Schwimmbad Wülflingen gelegen, 400 günstige Wohnungen, plus ein Kindergarten, eine Kinderkrippe, ein Kinderhort und zwei Schulzimmer, Bezug im Herbst 2003. Ein Folgeprojekt entstand gleichzeitig in Hegi, 450 Wohnungen, inkl. eine Kinderkrippe und einen Kindergarten, Bezug 2004.

Zusammen mit anderen Neubauten wohnen neu 1301 Menschen in der neuen Siedlung in Oberwinterthur-Hegi.

Die gehegten Befürchtungen haben sich teilweise bewahrheitet. Der Anteil der Sozialhilfeempfänger in der Überbauung Wässerwiesen beträgt knapp 2,5 Prozent und liegt damit deutlich unter dem städtischen Schnitt von 4,8 Prozent. In Hegi, der Wohnsiedlung "Gern" ist der Anteil mit 7,4 Prozent aber klar höher. (Zahlen Ende 2004)

Über die Entstehung dieser Unterschiede kann man nur mutmassen. Die zu erst entstandenen Wohnungen in Wülflingen sind rasch belegt worden und zwar grossteils von Leuten, die bereits zuvor ihren Wohnsitz in Winterthur hatten. Diese Siedlung ist wohl lagemässig und konzeptionell viel glücklicher gestaltet und der 08/15-Überbauung Gern deshalb überlegen. Dort sind die Mieter zu 40 Prozenten Neuzuzüger und von diesen sind 70 Prozent Sozialhilfeempfänger. Gemäss Stadtpräsident Ernst Wohlwend liegt der Grund für die immer stärkere Belastung der Stadt durch Sozialtourismus in der Anonymität der Stadt und dieser werde zum Teil durch die kleineren Gemeinden im Grossraum Winterthur sogar gefördert, was aber schwer zu belegen ist.

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