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Scheibler Franz, Architekt, 1898-1960

Franz Scheibler
03.01.1898
27.04.1960

Die Schule Tessenow prägte das Schaffen von Franz Scheibler. In Dresden Akademie der Künste war er 1921 bis 1923 dessen Schüler. Es waren die Thesen „Grundrisse sind klar, einfach und streng“ und „Die Fassaden werden durch Fenster- und Türöffnungen regelmässig und flächig gegliedert“ die Scheibler übernahm und seine Bauten charakterisierten. Er prägte damit das Wohnen der Arbeiter in Winterthur wie kein zweiter.

Franz Scheibler kam am 3. Januar 1898 als Sohn des Gipsers Franz Scheibler in Winterthur zur Welt. Er stammt aus einfachen Verhältnissen. Sein Vater stammt aus dem Voralbergischen und arbeitete im Baugeschäft Lerch. Dort tritt Franz junior nach der Schulzeit eine Lehre (1912-1916) an. Was für eine Lehre es gewesen war, war Scheibler nicht mehr klar. Er habe jedoch im Büro, in der Werkstatt und auf der Baustelle gearbeitet. Nach der Lehre machte ihm die „Tante Huber“, eine der Familie verbundene Person, den Besuch des Technikums (1916-1919) möglich. Scheibler wird dort Schüler von Robert Rittmeyer, dem führenden Architekten in Winterthur. Nach dem Technikumabschuss arbeitete Scheibler zwei Jahre im Büro Rittmeyer und Furrer. 1921 bis 1923 studierte er an der Akademie der Künste in Dresden bei Heinrich Tessenow.

Tessenow zählt als Architekt zu den wichtigsten Vertretern des deutschen Reformgedankens. Sein besonderes Engagement galt der Reformierung des Wohnungsbaus. Zahlreiche Gartenstadtentwürfe, Wohnhäuser und Schulen vor allem in Berlin gehören zu seinen Arbeiten. Die Gestaltung der von ihm entworfenen Gebäude war sachlich und schlicht. Die Einbettung bezahlbarer Siedlerhäuser in einen kleinen Nutzgarten war ihm wichtig. Die Lehre Tessenow prägte Scheiblers Schaffen wesentlich.

1923 kehrte Scheibler nach Winterthur zurück und verheirate sich mit Paula Krapf. 1924 eröffnete er sein eigenes Architekturbüro. An der Jonas-Furrer-Strasse konnte Scheibler seine ersten Häuser bauen. Südlich der vielbeachteten Überbauung „Siedlung Jonas-Furrer-Strasse“, die vom Architekturbüro Rittmeyer & Furrer erstellt wurden baute Scheibler vier zusammengebaute Häuser. Ziel war es für einfache Arbeiter und Angestellte Häuser zu bauen, die nicht mehr kosteten als gemietete Wohnungen. Scheibler äusserte sich dazu: „Die Grundrisse dieser kleinen Häuser zeigen im Wesen nichts Neues.“ Mit einfachen Gestaltungsmittel wurde Wirtschaftlichkeit aber auch Sachlichkeit realisiert. So wie es eben Tessenow in Dresden gelehrt hatte. Dieser Bautyp, nämlich sachliche und zweckmässige Bauten für Arbeiter und Handwerker, prägten lange Zeit Scheiblers Schaffen.

1923 kehrte Scheibler nach Winterthur zurück und verheirate sich mit Paula Krapf. 1924 eröffnete er sein eigenes Architekturbüro. An der Jonas-Furrer-Strasse konnte Scheibler seine ersten Häuser bauen. Südlich der vielbeachteten Überbauung „Siedlung Jonas-Furrer-Strasse“, die vom Architekturbüro Rittmeyer & Furrer erstellt wurden baute Scheibler vier zusammengebaute Häuser. Ziel war es für einfache Arbeiter und Angestellte Häuser zu bauen, die nicht mehr kosteten als gemietete Wohnungen. Scheibler äusserte sich dazu: „Die Grundrisse dieser kleinen Häuser zeigen im Wesen nichts Neues.“ Mit einfachen Gestaltungsmittel wurde Wirtschaftlichkeit aber auch Sachlichkeit realisiert. So wie es eben Tessenow in Dresden gelehrt hatte. Dieser Bautyp, nämlich sachliche und zweckmässige Bauten für Arbeiter und Handwerker, prägten lange Zeit Scheiblers Schaffen.

Mit seinem unverkennbaren Stil wandte sich Scheibler auch dem Einfamilienhausbau zu. Beispiel dafür sind das Haus Keller (1919)an der Leimeneggstrasse, das Zweifamilienhaus Krapf/Scheibler (1928) an der Wüflingerstrasse, das Haus Keller (1935) an der Thurgauerstrasse oder das Haus Buchser (1939) an der Tachlisbrunnenstrasse. Nicht unerwähnt bleiben dürfen die Projekte Aufstockung des Casino-Gebäudes an der Stadthausstrasse (1934), der Bau des Gartenhotels (1955/56), des Kindergartens an der Rappstrasse in Wülflingen (1946) und das Schulhaus Schönengrund (1958-1959). 1958 erkrankte Scheibler schwer, 1960 verstarb er.

Weitere Bauobjekte von Franz Scheibler sind in der Bildergalerie zu finden.

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