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Furrer Walter, Architekt, 1870-1949

Walter Furrer
18.12.1870
01.06.1949

Walter Furrer zusammen mit seinem Büropartner Rittmeyer gehörten zu den prägenden Architekten des späten Jugendstils, des Heimatstils und des Neoklassizismus in Winterthur.

Foto: winbib (Signatur 170607)

Walter Furrer kam am 18.12.1870 in Winterthur als Sohn von Theodor Furrer (Baumeister, Architekt, Stadtrat) und der Anna Louise geb. Wäger zur Welt. Nach der Matura und einem Praktikum bei der Zürcher Firma Locher & Cie. studierte er an den Hochschulen in Stuttgart und München Architektur. 1898 gewann Furrer den Wettbewerb zur Errichtung des Schulhauses Geiselweid.

Um den Bau auszuführen (1899-1901)gründete er 1899 ein eigenes Architekturbüro in Winterthur. Ab 1905 bis 1933 führte er eine Architektengemeinschaft mit Robert Rittmeyer, später mit Robert Merkelbach. 1904-21 gehörte er als Mitglied der Demokratischen Partei dem Grossen Stadtrat (Legislative) an. Rittmeyer und Furrer gehörten zu den prägenden Architekten des späten Jugendstils, des Heimatstils und des Neoklassizismus in Winterthur.

Furrer realisierte in Winterthur unter anderen auch mit Rittmeyer das Landhaus Georg Reinhart (1908-09, 1913), das Museums- und Bibliotheksgebäude (1913-16), die Wohnkolonie Jonas-Furrer-Strasse 84-124 (1920) und das Geschäftshaus der Firma Volkart (1927-28), in Herisau die Psychiatrische Klinik (1906-08) und in Brütten die evangelische Kirche (1907-08).

Furrer kümmerte sich vorwiegend um die geschäftlichen und konstruktiven Belange. Die zahlreichen Bauten zeugen trotzdem auf einer gemeinsamen ästhetischen Auffassung der Bürogemeinschaften. Furrer verstarb am 1.Juni 1949.

Das Volkart-Gebäude am St. Georgenplatz (Gesamtplanungs- und Bauzeit 1927–1928) stellt ein markanter Rundbau von Rittmeyer + Furrer dar und war das ehemals Geschäftshaus des handelsunternehmens Volkart. Heute wird es als Schulgebäude durch die Zürcher Hochschule Winterthur genutzt.

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