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Männerchor Liedertafel Winterthur 1971-2004

22.05.1971

Der Männerchor „Liedertafel Winterthur“ bestand von 1971 bis 2004. Er entstand aus der Fusion des Männerchors Frohsinn (gegründet 1852) und dem Männerchor Winterthur (gegründet 1855). Seine Existenz dauerte nicht allzu lange. Bereits 2004 musste er mangels Sänger aufgelöst werden. Der grössere Teil der Sänger schlossen sich zusammen mit dem Dirigenten dem Männerchor Frohsinn Seen an.

Foto: Archiv Männerchor Winterthur-Seen

Die Liedertafel entstand 1971 aus der Fusion zweier Winterthurer Männerchöre, dem Männerchor Frohsinn (gegründet 1852) und dem Männerchor Winterthur (gegründet 1855). Die Gründungsversammlung fand am 22. Mai 1971 statt. Erster Präsident war Roland Spiegel, vom ehemaligen Männerchor Winterthur und Vizepräsident Jakob Stutz, ehemals Männerchor Frohsinn. Der Chor zählte zu diesem Zeitpunkt 106 Aktive. Dirigiert wurde er von Hans Schmid von 1971 bis 1974.

Foto: Archiv Männerchor Winterthur-Seen

Die nächsten sieben Jahre von 1975 bis 1982 dirigierte Emil Kern den Chor. Sein Liebe galt grossen Gemischtchorwerken. So wurde zum Beispiel 1977 zum 125 Jahre Jubiläum ein Konzert mit bekannten Opernchören aufgeführt, 1978 der „Rinaldo" von Brahms, 1980 „Alkestis" von Gluck und 1982 „Walpurgisnacht" von Mendelson-Bartholdi. Diese Konzerte fanden immer im Konzertsaal des Stadthauses statt. Dabei wurde der Männerchor Liedertafel jeweils durch einen adhoc Frauenchor unterstützt. Diese Gemischtchoraufführungen waren musikalisch sehr erfolgreich. Deshalb wollte man vom Männerchor weg hin zu einem Gemischten Chor. Das Konzept war: zwei Chöre unter einem Dirigenten. Die Generalversammlung der Liedertafel entschied sich dann aber gegen diesen Plan. Direktor Kern verliess darauf den Chor und fand beim Stadtsängerchor Winterthur mehr Anklang für sein Vorhaben.

Foto: Archiv Männerchor Winterthur-Seen

Mit Gieri Arpagaus (1983-1986) wollte sich die Liedertafel wieder dem klassischen Männerchorgesang zuwenden. Arpagaus war als Leiter des Männerchors Seuzach im Bezirk sehr bekannt und die Hoffnung, dass dank ihm viele neue Sänger gewonnen werden. Leider erfüllte sich diese Hoffnung nicht. Schon nach vier Jahren gab Arpagaus den Dirigentenstab wieder ab.

Dirigent Ruedi Graf übernahm 1987 die Leitung der Liedertafel bis 2004. Unter seiner Leitung wurden viele Sängerfeste und Kantonalfeste besucht. Ein Höhepunkt war auch, dass der Chor bei der Zürcher Festkantate 1991 mitmachen durfte, welche in einer der leerstehenden Sulzer-Werkhallen aufgeführt wurde. Leider kam es wieder zu einem spürbaren Mitgliederschwund. Es war klar, dass 2002 gerade noch das 150. Jahre-Jubiläum erreicht werden würde. Dann galt es, die Weichen für die Zukunft neu zu stellen. 2004 beschloss die GV die Auflösung der Liedertafel. Ein grösserer Teil der Sänger schloss sich, mit Ruedi Graf als Dirigent, dem Männerchor Frohsinn Seen an.

Text und Bilder: Lothar Spiegel

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