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Cercle Romand Wintertthur

20.09.1920

19 junge Männer aus der Westschweiz haben 1920 den Cercle Romand Winterthur gegründet. Damals war das Heimweh der Treiber für das Zusammensein. Heute steht die Pflege von Sprache und Kultur im Vordergrund.

Vor 100 Jahren war die Westschweiz noch viel weiter weg von Winterthur als heute. Es war eine Tagesreise um Verwandte besuchen zu können. Ein Auto stand auch noch nicht in der Garage. Auch das Telefon war noch wenig verbreitet und Tageszeitungen aus dem französischen sprechenden Teil der Schweiz hatten ein bis zwei Tage bis sie in Winterthur zugestellt waren. Der Bedarf für einen Zusammenschluss zur Pflege des Heimwehs war naheliegend. Am 1. September 1920 trafen sich 19 Junggesellen im Restaurant Rheinfeld um einen Verein zu gründen. Sie arbeiteten vorwiegend bei der Maschinenindustrie und lebten als Zimmermieter auf die ganze Stadt verteilt. Mit der Gründung sollte alles anders werde. Cercle Romand wurde zu einem Treffpunkt, an dem wieder ausschliesslich die französische Sprache geredet wurde. Aktivitäten wie Sporttreiben, Ausflüge alle Art zu unternehmen waren die Programmpunkte der neuen Vereinigung. Damit konnte auch das Heimweh zurückgedrängt werden.

Der Verein pflegt noch heute die französische Kultur und die gemeinsamen Unternehmungen stärken nach wie vor die Verbundenheit. Aber auch beim Cercle Romand gibt es ein Nachwuchsproblem. Trotzdem besteht noch ein Chor und eine Volleyballgruppe. Die Anlässe zum 100-Jahr-Jubiläum sollen dem Verein wieder vermehrt Schub geben und das 2. Jahrhundert einläuten.

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