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Kino Nische

1996

Seit seiner Gründung 1996 ist das Gaswerk Kulturzentrum als fester kultureller Bestandteil nicht mehr aus Winterthur wegzudenken. In den Liegenschaften des ehemaligen Stromverteilzentrums in Töss haben seither Musikbegeisterte, Kulturfreunde und Kunstschaffende ein neues Zuhause gefunden. Von Anfang an mit dabei war auch das Kino Nische.

Foto: Archiv Kino Nische

Das Kino Nische im Gaswerk in Winterthur ist, wie es der Name schon sagt, ein Ort abseits des Mainstreams. Es werden gute Filme aus Leidenschaft gezeigt: Filme die aufrütteln, berühren, zum Lachen bringen, und die sich jeden Monat um ein anderes Thema bewegen. Wenn immer möglich kommt dabei der altbewährte 35-mm Projektor zum Zug, der die Nische-BesucherInnen erfahren lässt, wie sich das echte Kino zu Zeiten des «Cinema Paradiso» anfühlte. Aber nicht nur das authentische und ausgewählte Filmerlebnis, selbstverständlich in Originalsprache (mit Untertiteln), zeichnet das Kino Nische aus. Für das Kino Nische engagiert sich ein sympathischer Haufen engagierter Leute, die sich alle ehrenamtlich und mit viel Herzblut für eine vielfältige Kinolandschaft in Winterthur einsetzen. Der Betrieb hält sich ohne Subventionen der Stadt Winterthur über Wasser. Ohne die räumliche Unterstützung (mit viel industriellem Charme) des Gaswerk Winterthur und von den Jahresbeiträgen der Mitglieder ginge es aber nicht.

Foto: Archiv Kino Nische

Es gibt auch die gemütliche Nische-Bar. Denn mit einem guten Bier, einem Glas Wein vom Winterthurer Goldenberg oder einem feinen Espresso schmeckt der Film gleich noch besser. Die Filme werden von September bis Juni gezeigt. Im Juli findet jeweils das legendäre Nische-Openair auf dem Bäumli (Terrasse auf dem Winterthurer Goldenberg) statt.

Foto: Archiv Kino Nische

Im August 1996 wurde das Kulturzentrum Gaswerk in Winterthur gegründet. Von Anfang an mit dabei war auch das Kino Nische. Erst wurden dort 16mm-Filme gezeigt, 1998 erwarb man einen 35mm-Projektor und zeigte von dort an die Filme immer sonntags. Was fast niemand weiss: Auch die Internationalen Kurzfilmtage sind aus dem Kino Nische heraus entstanden. Das Festival, damals noch schlicht «Winterthurer Kurzfilmtage», wurde erstmals 1997 als dreitägiges Experiment in der Alten Kaserne durchgeführt. Zusammen mit dem Filmfoyer war das Sofakino Nische hier der Hauptinitiant. In der Alten Kaserne hat es begonnen, klein und fein. Parallel zu den Kurzfilmtagen organisierte ein anderes Nische-Mitglied die sogenannten «Lichtspieltage» im Gaswerk. Von 1996 bis 2010 lief dort «selbst gemachtes aus dem Hinterzimmer». Doch spätestens im Zeitalter von Youtube und Home-Cinema war damit Schluss.

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