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Brown, Charles Eugen Lancelot, Maschinenkonstrukteur, 1863-1924

Charles Eugene Lancelat Brown
17.06.1863
02.05.1924

Der Name Brown wird in erster Linie mit der Firmenbezeichnung Brown Boveri (BBC), Baden, in Verbindung gebracht. Aber seine technisch bedeutendsten Leistungen ist Brown als Ingenieur bei der Maschinenfabrik Oerlikon (MFO), Zürich, gelungen. Brown war ein Sohn des Charles Brown, dem Gründer der SLM.

Brown, Charles Eugen Lancelot, kam am 17.Juni 1863 in Winterthur zur Welt und verstarb am 2.Mai 1924 in Montagnola. Er war britischer Staatsangehöriger und seit 1916 Ehrenbürger von Baden. Er war Sohn des Charles Brown (1827 – 1905), dem Erfinder und Gründer der SLM und Bruder des Sidney William Brown, ebenfalls Ehrenbürger von Baden. Er hatte total fünf Geschwister. Er heirate 1887 Amelie Nathan, aus Miloslawe Rosen (Preussen), mit der er vier Kinder hat. Sie verstarb bereits 1914.1916 heiratete er Hilda Goldschmid, aus Philadelphia (USA) mit der er zwei Kinder hat.

Nach dem Besuch des Gymnasiums machte er das Diplom in Maschinentechnik am Technikum Winterthur und ein Praktikum bei Bürgin & Alioth in Basel. Danach arbeitet er zunächst im Unternehmen seines Vaters, der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM). Brown trat 1884 in die spätere Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) ein und leitete 1887-91 deren elektrotechnische Abteilung. 1891gründet er zusammen mit dem ebenfalls bei der MFO beschäftigten Walter Boveri die Brown, Boveri & Cie; (BBC). 1891 erzielte er, zusammen mit der Allg. Electrizitätsgesellschaft (AEG), mit einer Stromübertragung über 175 km anlässlich der elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt den Durchbruch in der Wechselstromtechnik.

In den folgenden zehn Jahren erwarb Brown für BBC über 30 Schweizer Patente. Darunter waren bahnbrechende Erfindungen wie der Ölschalter (1898) oder der zylindrische Rotor für Turbogeneratoren (1901). Nach der Umwandlung der BBC in eine AG war er 1900-1911 deren Verwaltungsratspräsident.

Mit dem Wachstum von BBC wurde die Arbeit an der Unternehmensspitze immer kaufmännischer, was dem impulsiven und exzentrischen Tüftler nicht behagte. 1911 kam es zum Bruch zwischen den beiden Gründern. Brown zog sich ganz ins Privatleben zurück und verbrachte den Lebensabend im Tessin (Montagnola).

Als genialer Techniker reiht sich Brown unter die ersten Namen der elektrotechnischen Erfinder ein. Er wurde 1911 mit der Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule Karlsruhe ausgezeichnet. Am 2. Mai 1924 stirbt Charles E. L. Brown an den Folgen eines Herzinfarkts.

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