w i n t e r t h u r - g l o s s a r . c h


Wirt Niklaus, Schweizer Informatiker, *1934

Niklaus Wirt
15.02.1934

Niklaus Wirth, geboren am 15. Februar 1934 in Winterthur, studierte bis 1959 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich Elektrotechnik mit Schwerpunkt Elektronik. Er entwickelte unter anderem die Programmiersprachen Euler und Pascal.

Foto: winbib (Signatur 173101)

Niklaus Wirth, geboren am 15. Februar 1934, studierte bis 1959 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich Elektrotechnik mit Schwerpunkt Elektronik. 1960 erhielt er den Master of Science von der Laval University in Kanada.

1963 folgte die Promotion an der University of California in Berkeley. Hier entstand auch seine erste Programmiersprache Euler. Nach Assistenzprofessuren an der Stanford University und der Universität Zürich kehrte er 1968 an die ETH zurück, wo er bis 1999 den Lehrstuhl für Software Engineering innehatte. In den Jahren 1968 bis 1972 entwarf und implementierte er die Programmiersprache Pascal.

Der Entwickler der Programmiersprache Pascal

Im Anschluss an sein Studium an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich Elektrotechnik mit Schwerpunkt Elektronik arbeitete er nach 1959 als Assistent Professor of Computer Science an der Stanford University. 1968 folgte er einem Ruf als ordentlicher Professor für Informatik an die ETH Zürich. Zwei Sabbat-Jahre hat Wirth bei Xerox Corporation in Kalifornien verbracht. Sein Hauptinteresse galt dem Gebiet Software Engineering und der Entwicklung von Programmiersprachen. Um 1960 war er an der Entwicklung von ALCOL beteiligt. 1970 kreierte er die sehr erfolgreiche Computersprache PASCAL, die streng nach den Prinzipien der strukturierten Programmierung vornehmlich für den Einsatz in der Lehre konzipiert war. Pascal fand auch eine unerwartete Akzeptanz bei professionellen Anwendungen. 1980 folgten die Weiterentwicklung Modula 2 sowie die objektorientierte Variante Oberon. Er entwickelte für seine Hochschule auch die Computersysteme Lilith (1980) und Ceres (1986) sowie die zugehörigen Betriebssysteme. Allerdings hatten Versuche, diese Workstations kommerziell zu vermarkten, wenig Erfolg. Danach widmete sich Nikolaus Wirth im Rahmen der Entwicklung der Computer Lilith und Ceres auch dem Design programmierbarer ICs. Nach seiner Pensionierung 1999 griff er auch sein Jugendhobby des Modellflugs wieder auf, indem er mehrere selbstnavigierende Modellhubschrauber mit Oberon-programmierten Bordcomputern ausstattete.

Wissenschaftler
nach oben ↥
nach oben ↥
link