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Sulzer-Bühler Fanny Cornelia 1865-1948

Fanny Cornelia Sulzer-Bühler
09.03.1865
1948

Nach dem Welschlandaufenthalt kehrte Fanny Bühler in die elterliche Villa „Bühler“ zurück. Was tun? „Zum Heiraten war ich noch zu jung und zum Studieren habe ich das falsche Geschlecht“. Sie heiratete 1887 August Heinrich Sulzer (1859-1904), Dr. iur., später Direktor bei der Winterthur. Sie hatten sechs Kinder (nur drei überlebten die Jugend). Nach der damaligen Gesellschaftsvorstellung hatte sie die Aufgabe einer bürgerlichen Frau erfüllt!

Frau Fanny Sulzer-Bühler war eine typische Repräsentantin des gehobenen Bürgertums in Winterthur. Sie stammte aus besten Hause Winterthurs (Tochter von Eduard Bühler-Egg, 1833-1909, Inhaber der Firma Ed. Bühler & Co. in Winterthur mit der unteren Spinnerei in Kollbrunn und einer Weberei in Weinfelden) und Heirat mit Dr. iur. August Sulzer, Sohn von Salomon Sulzer1809-1869, Gründer der Gebr. Sulzer AG. Nebst vielen Schönen und Guten wurde die junge Ehe vor harte Proben gestellt. Das erste Kind Valerie, geboren am 5. März 1888 wurde nur fünf Tage alt. Das zweite Kind Sohn Georg wurde nur vier Jahre alt (27.5.1889-30.10.1893).Hingegen brachte Sohn Otto, geboren am 15. Juli 1891 viel Freude und Spektakel ins Haus.

Sie verkehrte mit allen tonangebenden Familien der Stadt und führte ein entsprechendes Leben. Sie hat zeitlebens dem bürgerlichen Frauenideal entsprochen. Sie war finanziell abgesichert und konnte so ausschliesslich Gattin, Hausfrau und Mutter sein. Die bürgerlichen Häuser und Villen waren auch Repräsentationsobjekte. Die perfekte Hausdame Fanny Sulzer-Bühler immer gekleidet nach neuester Parisermode empfing zum gesellschaftlichen Anlass in der Villa.

Das einzige Betätigungsfeld ausser Haus waren ehrenamtliche Engagements. 1894 wurde Fanny Sulzer Präsidentin des Vereins Freundinnen junger Mädchen. Ein Jahr später übernahm sie die Aufgabe der Betreuung der Kellnerinnen am Eidgenössischen Schützenfest. Da ihr Papa Präsident des Finanzkomitees war, ergab sich daraus ein fröhliches, gemeinsames Arbeiten, dessen Erfolg nicht ausblieb.

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