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Freizeitanlage Holzlegi Wülflingen

1983

Nach rund 30 Jahren Betrieb mit intensiver Nutzung ist die Freizeitanlage Holzlegi renovationsbedürftig. Für 1.7 Mio. Franken sollte ein Neubau erstellt werden, da eine Sanierung des alten Gebäudes wegen der fehlenden Wärmeisolierung nur unwesentlich günstiger kommt. Das fertig ausgearbeitete Projekt wurde im Winter 2012 vom Parlament aus Kostengründen zurückgewiesen.

Ab Mitte der 1940er Jahre begann im Westen von Wülflingen, rechts entlang der Hauptstrasse nach Basel, eine rege Bautätigkeit. Es wurden günstige Wohnungen für Familien erstellt. So entstanden vorerst zweigeschossige Wohnblocks, die als Einheit in einem Rechteck gebaut wurden. Rundum führt heute die Langwiesenstrasse. 1951 folgten dann weitere Wohnhäuser, die 1953 mit dem Bau des Geerackerwegs vorläufig ihren Abschluss fanden.

Im Jahr 1953 wurde aus dem Bevölkerungskreis dieses neuen, stark überbauten Quartiers der Ruf nach einer Interessenvertretung gegenüber der Stadtverwaltung laut. So entstand 1953 der Quartierverein Langwiesen-Maienried. Der aktive Vorstand organisierte schnell und gut die vielseitigsten Anlässe, die regen Anklang fanden. Die Bemühungen um einen Quartier-Kinderspielplatz fanden lange Zeit keinen Nachhall. Endlich 1963 konnte dann ein Spielplatz beim Geerackerweg eingeweiht werden. Leider fiel er mit dem Bau des Schulhauses Langwiesen (Inbetriebnahme 1972) teilweise wieder weg.

1983 wurde durch die Stadt die Freizeitanlage Holzlegi erstellt und dem rührigen Quartierverein zur Verwaltung und zum Betrieb überlassen. Die Räumlichkeiten können für Geschäfts- wie auch Privatanlässe gemietet werden. Der Saal bietet Platz für 100 Personen. Der untere Raum eignet sich vor allen für diverse Kurse.

Foto: Hinder Kalberer, Architekten GmbH

Der Zahn der Zeit nagte an diesem Haus, das in einer Leichtbaukonstruktion schnell und billig erstellt worden war. Die betrieblichen Standards sind nicht mehr gegeben, von den energietechnischen Belangen nicht zu reden. Nach knapp 30 Jahren intensiver Nutzung stand eine Erneuerung an. Da es sich nicht lohnt das alte Gebäude nur zu renovieren, wurde schnell eine Neubauplanung in Angriff genommen. Der Stadtrat beantrage dem Gemeinderat im Juli 2012 für Fr. 1‘710‘000.00 einen Ersatzneubau zu erstellen. Im Erdgeschoss soll ein Mehrzweckraum mit Nebenräumlichkeiten (auch Küche) für 100 Personen entstehen. Im Untergeschoss soll ein Spielgruppenraum eingerichtet werden. Dazu kommen noch Büroräumlichkeiten für die Aussenstelle der Quartierentwicklung Wülflingen. Im Zuge von rigorosen Sparanstrengungen hat der Gemeinderat das Projekt im Dezember zurückgewiesen.

Aus der Website http://www.qv-langwiesen.ch/

2010 gewann das Winterthurer Architekturbüro Hinder/Kalberer den Wettbewerb für den Teilneubau der Freizeitanlage Holzlegi gewinnen. Im Zuge der Winterthurer Sparmassnahmen wurde dieses Projekt zurück gestellt und am Schluss in dieser Form gestrichen. Anstelle eines Neubaus wurde 2014-2016 die bestehende Freizeitanlage saniert und den heutigen Bedürfnissen der Nutzer und den geltenden Normen angepasst.Neben dem Einbau einer neuen Küche und einer Pinselsanierung des Saales, wurde der Eingang neu gestaltet, Platz für ein rollstuhlgängiges WC geschaffen und die Aussentreppe eingehaust. Die neue Einhausung der Treppe passt sich optisch der bestehenden Fassade an, wertet das Gebäude aber durch die grosszügigen Verglasungen und eine Neonbeleuchtung deutlich auf. Ausgeführt wurde es in zwei Etappen. (Text aus der Website http://www.hinderkalberer.ch/umbau-freizeitanlage-holzlegi)

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