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Geilinger-von Wyss Robert, Rechtsanwalt, 1915-2009

Robert Geilinger
01.12.1915
08.02.2009

Der als Anwalt tätige Robert Geilinger war während beinahe 40 Jahren in kirchlichen Gremien tätig: in der Synode, die er von 1963 bis 1971 präsidierte; im Verbandsvorstand der Winterthurer Kirchgemeinden, dessen Präsident er von 1971 bis 1986 war und als Präsident der Kirchgemeinde Winterthur-Stadt von 1955 bis 1970.

Als Sohn von Eduard Geilinger und Alice Geilinger-Schneider ist Robert Geilinger am 1. Dezember 1915 in Winterthur zur Welt gekommen. Nach dem Studium der Jurisprudenz machte er eine Schiffsreise nach Amerika. Es lag ihm daran einen Einblick in die amerikanische Rechtssprechung zu erhalten. Anschliessend trat der junge Jurist 1948 ins Anwaltsbüro Gubler-Corti in Winterthur ein, wo er später als Partner einsteigen konnte. In seiner Anwalttätigkeit zog er eine ruhige Beratertätigkeit vor allem im Familienrecht und in der Vermögensverwaltung vor. Spektakuläre Strafverteidigungsmandate war nicht seine Welt. 1948 wurde Geilinger in den Vorstand des Verbands der evangelisch-reformierten Kirchgemeinden der Stadt Winterthur gewählt. Nebst seiner Anwaltstätigkeit trat er damit in ein Tätigkeitsfeld ein, das in ein Leben lang beschäftigte und für das er ein vielseitiges Wirken an den Tag legte. Fast 40 Jahre hielt er an diesem Vorstandmandat fest. Dazu amtete er von 1955 bis 1970 als Präsident der Kirchgemeinde Winterthur-Stadt. Von 1963 bis 1971 war er Präsident der Kirchensynode der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich. In dieser Funktion war er massgeblich beteiligt an der Ausarbeitung eines neuen Kirchenrechts und einer neuen Kirchenordnung. Auf dem lokalen Parkett war er die fördernde Kraft für die Teilung der Kirchgemeinde Winterthur-Stadt und die Gründung der neuen Kirchgemeinde Mattenbach, nachdem 1973 dieser Stadtkreis auf der politischen Ebene geschaffen worden war. Die gute Pflege und der Unterhalt der Stadtkirche war Robert Geilinger ebenso ein immer währendes Anliegen. Er setzte die Renovation der Kirchtürme durch und setzte erste Zeichen für die Planung zur Renovation des Innenraumes. Robert Geilingers Leben war ein vielfältiges förderliches Wirken für die reformierte Landeskirche. Er ist am 8. Februar 2009 verstorben.

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