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Kantonales Technikum (Gebäude)

1878

Technikumstr. 9

Postfach

8401 Winterthur

058 934 71 71


Der würdige Hauptbau, der 1874 gegründeten Technikerschule, entstand 1877-1878 durch den Stadtbaumeister Theodor Gohl auf dem Viehmarkt. Der Bau erforderte die Teilverlegung des Wildbaches.

Stadtbibliothek Winterthur, Sondersammlungen

Das Gebäude im Stil der Neurenaissance mit Eckrisaliten (ein auf ganzer Höhe hervorspringender Gebäudeteil) zeigt Steinhauerarbeiten in Bernerstein. Die Freitreppe und der zentrale Säulenportikus führen zum Eingang mit drei Rundbogenportalen, welche je zwei Frauenfiguren(Bildhauer Laurenti nach Entwürfen von Hippolyte Jullien) schmücken. Sie verkörpern das Bauwesen, die Industrie und den Handel. (Gebäudebezeichnung TH)

Das Gebäude wurde mehrmals erweitert. 1907/08 entstand von Hermann Fietz, Kantonsbaumeister, das Ostgebäude 1 in massivem Heimatstil-Neubarock als östlicher Anbau mit brückenartiger Verbindung zum Altbau über Bögen. 1938 wurde das Gebäude aufgestockt. (Gebäudebezeichnung TE)

Dieses wurde 1937-1939 durch eine Dreiflügelanlage im sachlichen Stil ergänzt und 1960 aufgestockt. Diesem Eckhaus an der Technikumstrasse/Zeughausstrasse musste die Egg’sche Villa weichen. (Gebäudebezeichnung TE)

1958-1960 bauten die Professoren Hans Suter und W. Custer das Physikgebäude. (Gebäudebezeichnung TP)

1974 errichtete Professor Heinrich Kunz und P. Götti das Laborgebäude als kargen Labortrakt (Gebäudebezeichnung TL). Die Aussengestaltung, die sich bis ins Foyer hineinzieht, entwarf Ernst Cramer.

1979 fügte Ulrich Baumgartner das Bibliotheks- und Mensagebäude hinzu (Gebäudebezeichnung TB). Es ersetzte auch den Aula-Anbau des Hauptgebäudes, der im Mai 1968 einem Grossbrand zum Opfer gefallen ist.

Foto: wintipix.com

Künstlerischer Schmuck

1953 schuf Otto Müller (1905-1993) die Bronze-Skulptur „Werktätige“, die auf dem Vorplatz aufgestellt ist.

Im Laborgebäude TL schmücken einbrennlackierte Aluminiumprofile von Ulrich Elsener (*1943) die Zugangsräume.

In der Eingangshalle zum Hauptgebäude zieren zwei Vorlagen für Mosaike die grossen Wandflächen. Sie wurden 1949 von Paul Bodmer (1886-1983) in Tempera auf Papier geschaffen. Später wurden sie auf Jute geklebt. Die echten Mosaike, die daraus entstanden, sind heute im Amtshaus Walche in Zürich zu bewundern. Die Winterthurer Werke wurden 2015 durch Anita Wanner, dipl. Restauratorin FH, Hergiswil, restauriert.

spezielle Schulhäuser
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