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Haggenmacher Familie

Familie Haggenmacher

Die Familie Haggenmacher war ein alteingesessenes Geschlecht von Winterthur, das nach handschriftlichen und gedruckten Bürgerbüchern schon vor 1450 das Heimatrecht in Winterthur erworben hatte.

Foto: Sammlung HB (CC BY SA 4.0)

Der Familienname Haggenmacher ist jener Gruppe zuzuteilen, deren Name einen Beruf, eine Tätigkeit wiedergeben. Das allemanische Wort „hagge“ heisst Haken, also war der Haggenmacher, einer der Haken herstellte. Ein Haken war damals ein am unteren Lauf eines Gewehres angebrachtes und aus Eisen gefertigtes Teil, eben ein Haken. Da man nur aufgelegt schiessen konnte, diente er zum Auffangen des Rückstosses. Man nannte diese Schiessgewehre darum auch Hakenbüchsen.Der Familienname Haggenmacher ist jener Gruppe zuzuteilen, deren Name einen Beruf, eine Tätigkeit wiedergeben.

Das allemanische Wort „hagge“ heisst Haken, also war der Haggenmacher, einer der Haken herstellte. Ein Haken war damals ein am unteren Lauf eines Gewehres angebrachtes und aus Eisen gefertigtes Teil, eben ein Haken. Da man nur aufgelegt schiessen konnte, diente er zum Auffangen des Rückstosses. Man nannte diese Schiessgewehre darum auch Hakenbüchsen.

Als Stammelternpaar des ersten bekannten Winterthurer Geschlechts der Haggenmacher gelten Heinrich (Heini) Haggenmacher (Nr.1), †1531 und Ehefrau Greth Bosshart †1563, wohnhaft gewesen in der Neustadt, später Hintergasse 23 (heute Steinberggasse) im Haus zum Kastanienbaum.

Nach seinem Tode in der Schlacht bei Kappel, zusammen mit dem Winterthurer Hauptmann Johann Ulrich Sulzer, übernahm sein Sohn Ulrich (1510-1585) (Nr. 2), von Beruf Wannenmacher, das väterliche Haus.

Foto: winbib, Hermann Linck (Negv 5269 Linck Steinberggasse)

Er bewirtschaftete auch die Reben im Mockentobel weiter. Wie sein Vater übte er das Amt eines Feuerschauers aus.

Obwohl Ulrich eine kinderreiche Familie hatte und drei Mal verheiratet war, wurde die Familie wegen der Pestplage arg dezimiert. Schliesslich war es sein Sohn Mathis (1587-1639) (Nr.8) der die schwere Zeit überstand und die Fortsetzung des Familienstandes sicherstellten konnte. Er hatte eine Tochter und einen Sohn Jakob (1624-1686)(Nr. 10) und von diesen sechs Enkel.

Er selber verbrachte seinen Lebensabend ab 1679 als Waldbruder im Bruderhaus. Der Waldbruder wurde vom Rate gewählt, erhielt neben freier Wohnung auch landwirtschaftliche Nutzungsrechte.

In der Familie Haggenmacher wurden verschiedenste Berufe ausgeübt, so unter anderen Wannenmacher, Maurer, Schuhmacher, Steinmetz, Schneider und Metzger. Verschiedenen Haggenmacher amteten auch als Grossweibel. Das bedeutete die Funktion einer rechten Hand des Schultheissen.

Foto: winbib, Hans Linck (Signatur 024255)

Das Stammelternpaar Heini Haggenmacher lebte und arbeitete in diesem Altstadthaus. In den Brandmauern sind noch Elemente eines Vorgängerhauses aus dem 15./16. Jhdt. erhalten. Heute fällt das Zeilenhaus insbesondere durch seine niedrige Traufhöhe auf. Während es sich zur Gasse hin mit einer unregelmässigen Fassadenordnung zeigt, weist es im Hof eine Sichtbacksteinfassade mit Holzlaube auf.

Wir überspringen eine Generation und kommen zu Hans Jakob Haggenmacher (1680-1737) Nr. 18. Er war Metzger gewesen und übernahm 1730 den Gasthof Hirschen am Obertor 9. Seine Frau Esther Zimmermann wurde zur Stammmutter aller später lebenden Haggenmachers.

Sie gebar nicht weniger als 17 Kinder. In der zweiten Hälfte des 18. Jhdt. gliederte sich das Geschlecht in einen Ast der Haggenmacher zum „Nägelibaum“ und in die fünf Äste des Hirschen-Stamms. Der „Nägelibaum“-Stamm erlosch 1840 und vier der fünf Hirschen-Stämme starben 1824 Raben/Silberschild-Ast, 1850 Treu/Sommerau-Ast, 1883 Engelburg/Rebstock-Ast und 1873 der Weinberg/Trumau-Ast aus.

Der eigentliche und erfolgreiche Hirschen-Stamm, begründet durch den genannten Hirschen-Wirt Hans Jakob Haggenmacher (1680-1737) (Nr. 18), setzte sich fort mit seinem Sohne Hans Jakob 1715-1793 (Nr. 24), Hirschenwirt, Stadtrichter, Gerichtssäckelmeister und Kernenhändler. Er hatte die Geschäfte seines Vaters bereits mit 22 Jahren übernehmen müssen. Verheiratet war er mit der neun Jahre älteren Anna Barbara Sulzer.

Foto: Sammlung HB (CC BY SA 4.0)

Der „Hirschen“ hatte bestimmte Aufgaben. Es wurden ihm die Messer-, Degen- und Ringschmiede, die Hutmacher, Lismer, Sporrer und Weissgerber obligatorisch zur Unterkunft zugewiesen. Zum Haus gehörten damals eine Scheune, eine Juchart Acker hinter der Schützenmauer samt Garten, eine Juchart Acker auf dem Deutweg und anderthalb auf der Geiselweid. Weiter konnte er auf 127 Saum Wein (20516 Liter) lagern und verkaufen. Auch 13 Betten, drei Pferde samt Wagen und Geschirr beinhaltete das Inventar.

1746 kaufte Jakob Haggenmacher das angrenzende Haus „Zum Oberen Adler“. Die drei Söhne verzweigten den Stammbaum in die Schäfli-Linie (Hans Jakob 1740-1809) (Nr. 33), in die Hirschen-Linie Hans Konrad (1741-1808) (Nr. 34) und die Einhorn/Geist-Linie (David Peter, 1744-1790) (Nr. 37).

Der älteste Sohn von Hans Jakob Haggenmacher heirate Anna Barbara Ziegler (1740-1811) und zog in das Haus seines Schwiegervaters zum „Schäfli“, oberer Graben 18. Daraus ergab sich der Haggenmacher-Schäfli-Stamm.

1789 kaufte er die Liegenschaft Mötteli auf der Breite, wo er eine Weberei und eine Zettlerei einrichtete (1821 liquidiert). Er entwickelte sich zum Fabrikanten mit weltweiten Handelsbeziehungen. Er war auch an der Indienne-Fabrik in Islikon beteiligt. Ab 1793 war er Mitglied des Grossen Rates.

Foto: winbib (Signatur 171491)

Dieses Unternehmen auf der Breite ging 1817 ein. Sein Sohn Hans Jakob Haggenmacher (1768-1819) (Nr.45) war an der Isliker-Fabrik ebenfalls beteiligt. Vater und Sohn gründeten 1791 die Firma J.J. Haggenmacher & Sohn und beteiligten sich bei der Gründung der ersten hydraulisch-mechanischen Spinnerei im Hard-Wülflingen.

Zahlreiche Nachkommen der Familie Haggenmacher waren aktive Gewerbler in der Altstadt Winterthurs. Dass sie aber keine Kaste, die zusammenhielt waren, zeigt folgendes Beispiel auf: Johann Heinrich Haggenmacher (1789-1873) (Engelburg/Rebstock-Ast, Nr. 56) eröffnete mit seiner ersten Gattin Margaretha Barbara Sulzberger einen Handel mit Seidenwaren und Baumwollstoffen. Seine Frau wurde ihm 1824 bei der Geburt des fünften Kindes entrissen.

Foto: Sammlung HB (CC BY SA 4.0)

Er erwarb dann für sein Haus zum „Rössli“ am Untertor 9 die Bewilligung zur Seifenfabrikation. Das Geschäft florierte. Wenig später verlegte er die Seifensiederei in das neu erworbene Haus zur „Rotfarb“ an der Steinbergasse 1. Haggenmacher war der erste Seifenfabrikant Winterthurs.

Es gab aber bald Schwierigkeiten, da die Nachbarn wegen des Geruches Einsprache erhoben. Zu den 35 Unterzeichnern der Beschwerde gehörten unter anderen Kupferschmied Jakob Haggenmacher zur „Sommerau“, Waagmeister, Hans Heinrich Haggenmacher zu „Kerze“ (Steinberggasse 10), Frau Haggenmacher zur „Treu“ (Obergasse 7). Die Einsprache wurde geschützt.

Da Haggenmacher den Betrieb nicht nach ausserhalb der Tore verlegen wollte verkaufte er seine Seifenfabrik nach Küsnacht. Sein weiteres Leben war geprägt von Auf und Ab. Er versuchte sein Glück auch in Amerika. Sieben Jahre später war er wieder zurück.

Schliesslich erhielt er das hoch angesehene Mandat eines kantonalen Stempelaufsehers. Nach der Abschaffung dieser Funktion war er als Geschäftsagent für Finanz- und Liegenschaftenvermittlung tätig und er betrieb im Haus zum „Oelbaum“ am Untertor 25 einen Spezereiladen. Hoch betagt starb er am 4. Februar 1973 im 84. Lebensjahr.

Eine ausserordentliche Persönlichkeit war Otto Haggenmacher (1843-1918) (Nr. 85) gewesen.

Foto: winbib (Signatur 160081)

Er hatte in Winterthur die Industrieschule besucht. Er studierte in Zürich Theologie. Nach seiner Ordination wirkte Haggenmacher als Vikar in der kleinen thurgauischen Gemeinde Aawangen, anschliessend als Vertreters des reformierten Pfarrers in Dresden.

Im Winter 1865/66 besuchte er Vorlesungen in Berlin, auch über Kunst und Musik. Am 6. Oktober 1866 wurde er zum Pfarrer in Richterswil gewählt. 1867 vermählte er sich mit Anna Regula Schinz (1839-1881), der Tochter des Pfarrers in Erlenbach. Nach dem frühen Tode seiner Frau ehelichte er Barbara Trümpy, was leider nicht gut ging. Die Ehe wurde 1887 geschieden.

1871 zog er nach Zürich als Diakon. 1876 wurde er Pfarrer am St. Peter. Aushilfsweise erteilte er Unterricht an der kantonalen Industrieschule. Nebenbei begann er mit dichterischen Arbeiten. Einen ersten Erfolg konnte er mit einem Festgesang erlangen.

Foto: winbib (Signatur 172579)

Dieses Werk wurde durch Musikdirektor Rauchenecker vertont und anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Stadtsängervereins Winterthur 1877 durch den gemischten Chor mit grossem Erfolg uraufgeführt. Es folgten weitere Gedichte, die zum Teil ebenfalls vertont wurden.

Nach der Scheidung entschloss sich Haggenmacher aus dem Pfarrdienst auszuscheiden und wurde ordentlicher Professor der deutschen Sprache und Literatur an der kantonalen Industrieschule. Er war fortan nicht nur erfolgreicher Dichter, Lehrer und Verleger, sondern engagierte sich auch im sozialen Bereich. 1908 erhielt er eine Ehrengabe der Schweizerischen Schillerstiftung für sein von echter Frömmigkeit getragenes dichterisches Schaffen.

Am 1. September 1918 verschied Otto Haggenmacher. Die „Zürcher Wochenchronik“ sagte von ihm, dass er „ Jahrzehnte hindurch in Zürich zur Elite der in Geist und Gemüt reichen und tiefen Menschen gehört habe, bei allen Enttäuschungen und schweren Schicksalsschlägen, die ihm nicht erspart geblieben sind“.

Foto: winbib (Signatur 172578)

Die Ehe von Jakob Ulrich Haggenmacher (1811-1888) (Nr.66 Tafel 7b) Gerber und Lederhändler zum Rappen (Raben, Steinberggasse 43) mit Maria Susanna Kübler (1814-1868) von Gundetswil, aufgewachsen im „Löwen“ Wiesendangen, entsprossen drei Söhne und fünf Töchter. Diesem Aste war es denn auch beschieden, die „Schäfli-Linie“ bis ins 20. Jhdt. weiterzuführen. Von den Töchtern heirateten deren zwei: Maria Elisabeth (1840-1915) wurde die Gattin von Benjamin Karl Sträuli 1839-1913, Seifenfabrikant in 2. Generation, und Anna Susanna (1851-1900) war mit Dr. h.c. Julius Weber, Direktor der SLM verheiratet.

Das Ehepaar Sträuli-Haggenmacher hat den Carl Sträuli-Haggenmacher-Fond für Säuglingspflege gestiftet. Er besteht heute noch, allerdings mit der Zwecknutzung zur freien Verfügung des Stadtrates. Carl Sträuli war auch der Erbauer der Sträuli-Villa an der Musuemstrasse, der heutigen Kultur-Villa.

Von seinen drei Söhnen wurden zwei nicht sehr alt. Der jüngste, Jakob Heinrich (1849-1871)(Nr. 91) verstarb mit 22 Lebensjahren und Rudolf Friedrich 1836-1866 (Nr. 81) wurde nur 30 Jahre alt. Letzterer verschied kurz vor der Geburt seines Sohnes Rudolf Friedrich (1866-1931) (Nr. 103). Dieser Stammhalter wurde von seinem Grossvater erzogen.

Nach einem Abstecher in die USA kehrte er mit seiner Frau Wilhelmine geb. Kölliker in die Schweiz zurück und arbeitet bei der Firma Zwicky in Wallisellen und anschliessend bei Weidmann in Thalwil als Färbermeister.

Foto: winbib (Signatur 170632)

Der mittlere seiner drei Söhne, Jakob Karl Ulrich 1898 war Buchdruckerei-Direktor in Zürich gewesen. Die beiden anderen, Julius Friedrich (gen. Fritz, 1896)(Nr. 122) und August (1901) (Nr. 127) gründeten die Gartenbaufirma Haggenmacher in Winterthur. Bis spät in 20. Jhdt. hinein war ihr Geschäft mit Baumschule im Kemptrank zwischen Winterthur-Töss und Kemptthal mit einem Seerosenteich ein Anziehungspunkt gewesen.

Jakob Ulrich Haggenmachers mittleren Sohn Albert (1844-1894) (Nr. 87) hätte eigentlich studieren sollen. Schliesslich führte ihn sein Vater ins Handwerk ein und er wurde Gerber. 1869 heiratete er Charlotte Reinhart (1846-1904). Sie war die Schwester von Paul Reinhart-Sulzer (Patron der Paul Reinhart AG) und des Dr. Reinhart-Volkart (Patron der Gebr. Volkart).

Geschäftlich lief es nicht rund. Albert musste die vom Vater übernommene Gerberei 1891 liquidieren. Verbittert zog er sich ins Schloss Röteln am badischen Rheinufer bei Kaiserstuhl zurück. Seine Tochter Charlotte (*1871) fand dort ihren Lebensgefährten Robert Beck, Inhaber einer Eisenwarenfirma. Eine ihrer Söhne, Dr. Marcel Beck, kam als Geschichtsprofessor an der Universität Zürich nach Winterthur als Wohnort zurück.

Als eine weitere Persönlichkeit eines Haggenmachers wollen wir aus dem Fortuna-Ast das Leben des David Emanuel Haggenmacher (1795-1862) (Nr. 59) betrachten. Dieser Haggenmacher war Lehenmüller in der Klostermühle Töss gewesen. Er hatte das Lehen von seinem Schwiegervater Hans Kaspar Weidmann übernommen. 1833 wurde das Klosterareal samt Mühle durch Versteigerung an den Fabrikanten Heinrich Rieter zur Glocke verkauft.

Foto: winbib (Signatur 171490)

Haggenmacher ersteigerte nun seinerseits ein neues Areal. Für 14'000 Gulden erwarb er 1834 aus dem Konkurs von Johann Jakob Sulzer (1773-1840), gewesener Betreiber einer Rotfärberei auf dem Schleifeareal, den Adlergarten an der Tösstalstrasse.

Unternehmenslustig liess er ein grosszügig geplantes Kaffee- und Speisewirthaus mit dem Namen „Fortuna“ bauen. Das Haus besass im Erdgeschoss grosse Säle für gesellige Veranstaltungen und Bälle und im 1. Stock Restaurationsräume und Fremdenzimmer. Das Hotel und Gasthaus hatte grosse Zugkraft und wurde in der damaligen Reiseliteratur sehr gerühmt und empfohlen. 1841 fand sogar im Haus und Park das Eidgenössische Sängerfest statt. Auch beliebte Schottenkuren machten das Haus berühmt.

Das Glück und der Erfolg waren aber leider von kurzer Dauer. Haggenmacher hatte sich übernommen 1842 kam es zu einer Zwangsverwertung. Der kühne Unternehmer machte anschliessend mit seiner Familie düstere Erfahrungen.

Er zog in eine Wohnung am Rosenberg und beschäftigte sich mit der Fabrikation von Papierschachteln. Sie brachte ihm den Übernahmen „Trücklifabrikant“ ein. Er konnte sich aber doch sanieren und siedelte später wieder zurück in das Haus „Egelburg“ an der Obergasse 34. Seine drei Söhne Kaspar Emanuel (1822-1886) (Nr.73), Jakob Heinrich (1827-1917) (Nr. 76) und Karl Jakob (1835-1921) (Nr. 78) wandten sich dem Müllerberufe.

Foto: winbib (Signatur 171493)

Karl Jakob Haggenmacher (1835-1921), der jüngste der drei Brüder, war dabei besonders erfolgreich. Nach einer Lehre als Feinmechaniker bei Sulzer zur Schleife wandte er sich der Müllerei zu. Nach Wanderjahren in der Schweiz und Ungarn, wo auch die Brüder teilweise tätig gewesen waren, ging er 1863 nach Budapest und begann als Obermüller bei der Ersten Ofen-Pester Dampfmühlen AG. Dort machte er Karriere als technischer Direktor, kaufmännischer Direktor und später sogar Hauptaktionär und Präsident des Verwaltungsrates.

Bei ihm 1867 bis 1870 arbeitete auch Julius Maggi, der nachmalige Gründer der Nahrungsmittelfabrik in Kemptthal. Karl Haggenmacher war aber auch ein bedeutender Erfinder für die Müllerei-Industrie. 1888 erfand er den heute noch verwendeten Plansichter. Die Einrichtung ahmte das Prinzip des horizontal hin und her geschüttelten Handsiebes mechanisch nach. Weitere Innovationen machten ihn zum „führenden Müller Europas“.

Plansichtmaschine

Erfindung von Karl Jakob Haggenmacher

Durch das Sieb Nr. 14 fallen die Grieße, Dünste u. Mehl auf das darunter liegende Sieb, durch das Sieb Nr. 4 das Schrot unter Zurücklassung gröberer Teile. In gleicher Weise erfolgt eine weitere Scheidung auf den untern Sieben, so dass eine weitgehende Trennung um so mehr zu erreichen ist, als sich einzelne Siebe abteilungsweise mit Gaze von verschiedener Feinheit beziehen lassen. Selbstverständlich ist dann für jede einzelne Siebgröße ein besonderer Auslauf an der Maschine anzubringen.

Informationsquelle

Alle Informationen dieses Glossar-Artikels sind dem 288. Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur entnommen. Es wurde von Emil Wegmann verfasst und ist 1957 erschienen. Die Aufzeichnungen umfassen 153 männliche Familienmitglieder der Haggenmacher von 1464 bis 1954. Sie alle waren tätig im Umfeld von Winterthur in Gewerbe, Handel, Industrie, Bildung und Politik. Die Vielfältigkeit ihrer Leben erstaunt. Nebst grossen und breiten Erfolgen waren aber auch viele schwere Schicksalsschläge zu verzeichnen. Das Geschlecht ist heute arg dezimiert. Im TwixTel-Telefonverzeichnis gibt es 2011 lediglich noch 14 Eintragungen auf die ganze Schweiz verteilt.

Die angegebenen Nummern entsprechen den Stammbaumnummern im eben erwähnten Neujahrsblatt.

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