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Isler Ulrich E. *1941, Architekt

Ulrich E. Isler
1941

Das Architekturbüro Isler wurde 1936 von Herbert Isler, dipl. Architekt ETH/SIA, dem Vater von Ulrich Isler, gegründet. Das Unternehmen hat sich mit vielen bemerkenswerten Arbeiten in den Bereichen Wohnen, öffentliche und gewerbliche Bauten einen Namen geschaffen. Die Schwerpunkte der Örtlichkeiten liegen dabei im Raume Winterthur und der Stadt Zürich.

Foto: winbib, Andreas Mader (Signatur FotDig_Mader_ 0231)

Ulrich E. Isler ist 1941 in Winterthur zu Welt gekommen. Von 1959 bis 1961 absolvierte er eine Hochbauzeichnerlehre und anschliessend 1962 bis 1964 das Architekturstudium HTL in Winterthur. Im Fernstudium bei der AKAD bereitete sich Isler intensiv für die Eidgenössische Maturitätsprüfung vor, um dann von 1965 bis 1969 an der ETH Zürich Architektur zu studieren.

In diesem ETH-Studium legte er besonderen Wert auf architektonische Entwürfe, Verständnis für Städtebau, für Archäologie und Kunst im Allgemeinen. Seine Diplomarbeit von 1969 wurde speziell gewürdigt und trug ihm ein Anerkennungsstudium in Japan ein. Drei Jahre lebte Isler zusammen mit seiner Frau Ursula-Isler-Sigrist in Fernost. Die fernöstliche Architektur, die Isler während diesem Japan-Aufenthalt kennen lernte, hat in später nachhaltig beeinflusst.

Foto: winbib (Signatur 064355)

1973 stiess Ulrich Isler zum Team seines Vaters, der in Partnerschaft mit Max Zirn an der Seidenstrasse in Winterthur ein Architekturbüro führte. Dieses wurde dann unter dem Namen Isler, Isler und Zirn weitergeführt. Nachdem sich sein Vater bereits ab 1978 langsam zurückzog, schied Max Zirn 1994 aus dem Unternehmen aus, das fortan von Ulrich Isler alleine weitergeführt wurde.

Isler Architekten, so hiess die Firma nun, blieb weiterhin auf Erfolgskurs und machte sich auch als Wettbewerbsteilnehmer einen guten Namen. Zwischen 1972 und 2006 haben die Architekten unter Ulrich Isler an gegen 100 Wettbewerben teilgenommen. Als Preisträger konnten u.a. ausgeführt werden: Alters- und Krankenheim Seuzach, Erweiterung Primarschulhaus Ohringen, Terrassenhäuser Haltenrebenstrasse Wülflingen, Eissporthalle und Leichtathletikanlage Winterthur und das Naturbad Geiselweid. Nebst vielen Einfamilienhäusern zeichnen sie auch für ganze Wohnüberbauungen verantwortlich. Davon ist speziell erwähnenswert die Wohnüberbauung Binzhof in Oberwinterthur.

Nebst den bereits genannten sind bei den öffentlichen Bauten beispielhaft das Schwimmbad Seuzach, Umbau Altersheim Adlergarten, ARA Hard Winterthur, Umbau Altersheim Neumarkt und Naturbad Geiselweid. Aber auch Industrie- und Bürobauten fallen in den Zuständigkeitsbereich der Isler Architekten. So zum Beispiel das frühere PTT Material- und Transportgebäude der PTT bei der Storchenbrücke, das Verwaltungsgebäude und Bürohaus an der Lagerhausstrasse (Sozialamt und UNIA-Zentrale), das 1946/47 von Vater Herbert Isler erstellt und 1989/91 durch Ulrich Isler aufgestockt wurde sowie auch das Gewerbezentrum an der Schlosstalstrasse.

Die Ausführung der Aufträge erfolgte vorwiegend in der AG mit ihren zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den vier Lehrlingen. Per 1. April 2008 hat Peter Sturzenegger die Nachfolge von Ulrich E. Isler angetreten. Isler Architekten AG kann also weiterhin von der reichen Erfahrung der langjährigen, älteren Mitarbeiter profitieren und sich auf die innovative Kraft der jüngeren abstützen.

Peter Sturzenegger, dipl. Architekt ETH/SIA leitet die Firma Isler Architekten AG als Inhaber. Er war nach seinem Studium an der ETH Zürich sowie Auslandsaufenthalten in Deutschland und Kanada seit Ende 2000 als Entwurfsarchitekt und Projektleiter für die Firma tätig.

Von 1994 bis 2003 machte Ulrich Isler auch den Schritt in die Politik. Als Vertreter der Freisinnigen Partei gehörte er in dieser Zeit dem Zürcher Kantonsrat an. 2008 zog sich Ulrich Isler aus dem Kerngeschäft der Architektur zurück, widmet sich aber weiter hin Spezialaufgaben wie Projektstudien, Immobilien-Marketing, Gutachten und Schätzungen.

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