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Durchgangsplatz für Fahrende Riet

Fri Jun 21 00:00:00 UTC 2013

Die Stadt Winterthur baute 2013 einen Durchgangsplatz für Fahrende. Realisiert wurde das Projekt im Gebiet Riet, am nördlichen Siedlungsrand der Stadt in Oberwinterthur. Der Grosse Gemeinderat bewilligte Anfang 2012 einen entsprechenden Kredit von 500‘000 Franken. Der Durchgangsplatz soll in erster Linie Schweizer Fahrenden zur Verfügung stehen und Platz für 20 Gespanne bieten. Eröffnet wurde er am 21. Juni 2013.

Anlässlich der Eröffnung am Freitag, 21. Juni 2013 sprach Stadträtin Yvonne Beutler ein Grusswort. Sie wies darauf hin, dass es bei der Einweihung dieses Platzes nicht darum gehe ein Stück mehr Infrastruktur mit Teerplatz und mit Wasser- und Stromanschlüssen zu haben. Mit dem neugebauten Platz werde für die Fahrenden ein vorübergehendes Zuhause geschaffen, das ihnen ermöglicht ihre Kultur besser zu leben.

In der Schweiz sind regelmässig zwischen 3000 und 5000 Jenische vor allem im Sommer unterwegs. Den Winter verbringen sie an einem festen Wohnort, wo die Kinder auch die Schule besuchen. Die meisten Fahrenden sind selbständige Unternehmer und erbringen eine Vielzahl an Dienstleistungen. Da es in der Schweiz viel zu wenig Standplätze gibt, war es für den Stadtrat klar Verantwortung zu übernehmen. Mit einem Baukredit von 500‘000 Franken wurde nun dieser Platz realisiert.

Der Platz bietet Aufstellmöglichkeiten für 15 Gespanne (Zugfahrzeug und Wohnwagen) und ist mit Stromanschlüssen, einer Zapfstelle für Wasser, einer Sanitäranlage und einem Anschluss an die Kanalisation ausgestattet. Eine Schallschutzwand hält den Lärm der Autobahn ab und die Erdwälle sorgen dafür, dass nur durch das offizielle Zugangstor auf den Platz gefahren werden kann. Der Durchgangsplatz ist von Anfang April bis Ende Oktober geöffnet. Pro Nacht und Gespann müssen 15 Franken bezahlt werden. Im Betrag inbegriffen ist eine Pauschale für Kehricht, Wasser, Abwasser und Strom.

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