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Haus „Villa Flora“ Tösstalstr. 42/44 (Gebäude)

1846

Die Villa Flora war nach 1900 kultureller Treffpunkt der Künstler und deren Freunde in Winterthur und beherbergt heute die bedeutende Bildersammlung Hahnloser.

Heinrich Heider, Zimmermann und Baumeister, errichtete 1846 für sich die zweistöckige spätklassizistische Villa zur Flora. Heider hatte sich einen Namen gemacht mit dem Bau von Holzbrücken und Riegelhäusern. Die benachbarte Obermühle diente als Sägerei. 1858 kaufte Hansheinrich Bühler-Guyer (1804-1866) Spinnereibesitzer das Gebäude und erweiterte das Anwesen auf dem rückwärtigen Land mit einem Wirtschaftsgebäude, Pferdestall und Kutschenremise. Es wurde zum Hauptsitz der „J.J. Bühler und Söhne“ 1859 wurde die Anlage durch einen symmetrisch angelegten Ökonomieanbau erweitert. 1862 wurde ein Ostflügel mit dem Comptoir und einer Warenhalle angebaut. Architekt Johann Caspar Wolff verfeinerte den Bau mit der Übernahme und der Proportionen und der Verwendung der gleichen Baumaterialien.

1898 nach dem Tode ihres Vaters Carl Bühler und mit ihrer Heirat mit Arthur Hahnloser kaufte Hedy Hahnloser-Bühler die Flora und zog mit ihrem Ehemann ein. Die Architekten Rittmeyer & Furrer gestalteten 1908 das stattliche Gesellschaftszimmer und liessen 1916 den Garten anlegen. Bis zur Eröffnung der Klinik am Lindberg 1908 betrieben sie dort eine Augenpraxis und –klinik. Nach 1908 wurde die Flora Wohn- und Gesellschaftshaus, indem sich Künstler und Kunstfreunde aus Winterthur und aus aller Welt trafen. Heute ist in diesem Haus ein Kunstmuseum eingerichtet, das in Wechselausstellungen die Hahnloser-Bildersammlung in all seinen vielen Facetten zeigt. Der Wohnteil des Hauses wird noch heute von Nachfahren Hedy Hahnlosers bewohnt.

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