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Del Fabro Peter, 1942-2012, Kunstmaler

Peter Del Fabro
Thu Apr 23 00:00:00 UTC 1942
Thu Jun 28 00:00:00 UTC 2012

Der Winterthurer Künstler Peter Del Fabro war ein Stiller. Offizielle Anerkennung stand für ihn nicht im Vordergrund. Er war ein fleissiger Schaffer. Er hatte kein Atelier, er malte in seinem Heim in vertrauter Umgebung.

Peter Del Fabro war im Tössfeld aufgewachsen. Er stammte aus einer Arbeiterfamilie. Sein Vater hatte 40 Jahre bei Rieter gearbeitet. Als Bub bereits hat er immer und gerne gemalt. Er hatte eine Lehre als Hochbauzeichner absolviert und nebenbei an der Kunstgewerbeschule in Zürich Kurse für figürliches Zeichnen, Akt und Perspektive besucht. Del Fabro wurde also Architekt und hat Häuser gebaut. Im Gegensatz etwa zu Ernst Brassel, mit dem er befreundet war, trat er der Künstlergruppe Winterthur nicht bei. An einem Austausch mit den anderen Winterthurer Künstler war er nicht interessiert. Er arbeitete viel lieber ganz alleine für sich selbst. Erst 1999 gelang es einer Galeristin ihn zu überreden, ihr acht Bilder zu überlassen um sie auszustellen. Und dies mit Erfolg. Fast alle Bilder wurden verkauft.

Mit bald 60 Altersjahren kamen nun die Werke von Del Fabro aus der Werkstatt hinaus an die Öffentlichkeit. Es folgten Ausstellungen, eine nach der anderen. Seine Bilder zeigen das Innenleben, seine Traumfiguren, seine Seele und sein Leben. Peter Del Fabro malte farblich expressiv, mit schrägen Figuren, direkt und konfrontativ, mit manchmal verbindenden Texten in den Bildern, hintergründig, bitterböse und schalkhaft. Er selbst bezeichnete seine Bilder als spöttisch. Es sind auch oft symbolische Tiere, andererseits Elche, Steinböcke und Wölfe. Dann sind es wieder Fantasietiere. Seine Arbeitskraft war auch nach seinem 70. Geburtstag ungebrochen. „Ich male bis ich sterbe“. Nur wenig später starb der am 23. April 1942 geborene Pietro Bruno Del Fabro am 28. Juni 2012.

Kulturschaffende
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