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Lisibach Josef, *1967, Stadtrat 2014-2018

Josef Lisibach
1967

2003 wurde der SVP-Politiker Josef Lisibach in den Grossen Gemeinderat gewählt. 2012/13 präsidierte er dieses Parlament. Ein Jahr später im Februar 2014 kandidierte er für einen Sitz im Winterthurer Stadtrat. Er wurde gewählt und holte nach 12 Jahren für die SVP den Exekutiv-Sitz auf Kosten der SP für vier Jahre zurück. Bereits 2018 verlor Lisibach seinen Sitz wieder an die SP.

Foto: winbib, Marc Dahinden (Signatur FotDig_Lb_004-194)

Der verheiratete Josef Lisibach hat drei Kinder und wohnt in Wülflingen. Er arbeitete bei der Kantonspolizei. Er landete bei den Gemeindewahlen 2002 auf dem ersten Ersatzplatz und rutschte 2003 ins Parlament nach. Als 2012 eine Ersatzwahl in den Stadtrat anstand, hätte er gerne für dieses Amt kandidiert.

In der parteiinternen Ausmarchung unterlag Lisibach mit nur zwei Stimmen Unterschied. René Isler, ein Stadtpolizist, schwang oben auf und sollte den vor einiger Zeit verlorenen Stadtratssitz für die SVP zurückholen. Dieses interne Wahlergebnis löste bei einigen grauen Eminenzen der SVP nicht eitel Freude aus.

Lisibach war Mitglied der gemeinderätlichen Kommission Sicherheit und Soziales. Er nennt als seine politischen Schwerpunkte Sicherheit, Schule und Verkehr. Als Hobby bezeichnet er Familie, Reisen und Lesen.

An den Gesamterneuerungswahlen vom 9. Februar 2014 kandidiert Josef Lisibach für das Amt eines Stadtrates. Er will von der Legislative in die Exekutive wechseln. Das Ziel von Lisibach und seiner Partei ist es, endlich den vor 12 Jahren verlorenen Sitz der SVP im Stadtrat zurückzugewinnen.

Und es gelang, Josef Lisibach wurde gewählt. Er erhielt mit 13‘688 Stimmen die siebthöchste Stimmenzahl und verdrängte damit die seit dreizehn Jahren amtende Pearl Pedergnana (SP), die es auf 11‘883 Stimmen brachte. Es gelang der SVP somit die Rückkehr in die Stadt-Exekutive.

Seit dem Rücktritt von Leo Iten im Jahr 2002 ist es bisher der Partei mit verschiedensten Kandidaturen nicht mehr gelungen diesen Stadtratssitz zurückzugewinnen. Mit einem aufwändigen Wahlkampf, einer riesigen Unterstützung der Wirtschaftsverbände unter dem Titel „Allianz starkes Winterthur“ und einem guten ausgeglichenen Kandidaten haben die bürgerlichen Parteien im Stadtrat wieder eine Mehrheit.

Mit dem Amtsantritt vom 1. Mai 2014 übernahm Josef Lisibach das Departement Bau.

Es sollte nicht für lange sein. Anlässlich der ordentlichen Gemeindewahlen vier Jahre später, am 4. März 2018, überholte die SP-Kandidatin Christa Meier Lisibach. Sie übernimmt den siebten Sitz im Winterthurer Stadtrat. Josef Lisibach ist abgewählt.

Im Juli 2018 wurde bekannt, dass der alt Stadtrat Lisibach zurück zur Kantonspolizei wechselt. Er übernimmt in Kürze die Stelle des Bezirkschef in Dielsdorf. Dazu meint Lisibach: „Die Kantonspolizei Zürich ist meine berufliche Heimat Die neue Stelle ist hochinteressant und spannend. Ich freue mich sehr darauf.“

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