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Skulpturenpfad: B15 - Kunst ums Wild

2015

Der Wildpark Bruderhaus war im Sommer 2015 um eine Attraktion reicher. Der Weg dorthin war mit dem Skulpturenpfad "B15 - Kunst ums Wild" amüsanter und spannender. Die Ausstellung erstreckte sich entlang des Fusswegs zwischen Breite und Bruderhaus und führte hauptsächlich durch den Wald. Zu sehen waren zwanzig künstlerische Positionen zum Thema „einheimisches Wild-Tier“ und „Wildnis“.

Das Konzept und die Projektleitung der Ausstellung stammte von Lucia Angela Cavegn und Erwin Schatzmann. Ihre Idee bestand darin, die Bevölkerung mittels Kunst für die heimische Fauna und Flora zu sensibilisieren und zu einem Waldspaziergang anzuregen. Die Ausstellung wurde am 9. Mai eröffnet und dauerte bis zum 8. November 2015.

Der Beitrag von Erwin Schatzmann, Ausstellungsmacher und Künstler, lautete „ausgewildert“. Die Installation mit Plüschtieren erstreckte sich über die unteren Äste eines Baumes. Seiner Ansicht nach vermehren sich die kuscheligen Tiere ständig (bzw. werden massenhaft produziert, verkauft, gekauft und schliesslich im Brockenhaus deponiert), während sich der Bestand an frei lebenden Tieren gegenteilig entwickle.

Der nur motorfrei zu begehende Skulpturenpfad bot Gelegenheit zu einer umweltfreundlichen und gesunden Freizeitgestaltung im städtischen Naherholungsgebiet. Er richtete sich nicht nur an Kunstinteressierte, sondern an ein breites Publikum. Der Besuch der Ausstellung eignete sich auch für Kinder und Jugendliche.

Das Werk „Hü“ von Rando Moricca aus Pappelholz war ungefähr 1,8 m hoch, 2,3 m lang und 0,8 m breit. Die Skulptur wog 250 kg.

Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler stammten vorwiegend aus der Region und hiessen Mike Albrow, Irma Bucher, Carmen Casty/Christoph Kohler, Jürg Frei, Thomas Gaupp, Christiane Ghilardi, Hubus Peter Huber, Peter Imfeld, Katja Kunz, Rando Moricca, Simone Ronner, Tobias Rüeger, Erwin Schatzmann, Heinrich Schorno, Martin Schwarz, Paul Sieber, Claudia E. Weber, Balu Wiesmann und Alesch Vital.

Der Schaffhauser Tobias Rüeger präsentierte sein Werk „Jack’s Peepshow“. Das waren Tierbilder im Vogelnistkästen. Die Idee dahinter: Kunst oder Alltagsgegenstände werden an abgelegenen Orten im Wald platziert. Darauf wird eine automatische Wildkamera gerichtet. Ab und zu huscht ein Tier vorbei und dabei entstehen Fotos. Die Kamera funktioniert lautlos und ohne Blitz, in der Regel wird sie vom Tier nicht wahrgenommen. Mit viel Glück und ein wenig Geduld entstehen überraschende Bildkompositionen und dies, ohne dass dabei ein Bildbearbeitungsprogramm verwendet wird.

Detaillierte Angaben zu den Kunstwerken waren im Katalog auf www.b15-kunst.ch zu finden.

Das Objekt der Baselländlerin Irma Bucher „Der Gast“ war aus Stahl und Rosshaar gefertigt. Seine Masse waren Höhe 215 cm, Länge 40 cm und Breite 60 cm. Bucher schrieb dazu: „Der Gast - als Mensch: Seine Rosshaarbeschaffenheit kann ihn zu einem Sympathieträger oder einem unwillkommenen Fremden machen.“

Als letztes Beispiel aus der attraktiven Schau im Wald zeigte das linke Bild die Eisenplastik vom Bündner Alesch Vital. „Wildbiene – aviöl sulvadi“. Es sollte das einzige Exemplar in den Alpen sein. Es wog zirka 20 Kilogramm, war 40 cm hoch, 78 cm lang und sogar 25 cm breit.

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