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Wunderlin Urs, Leiter Sportamt, *1949

Urs Wunderlin
21.03.1949

Urs Wunderlin kam 1988 nach Winterthur und übernahm die Leitung des Sportamtes, das zu jener Zeit eher ein kümmerliches Dasein fristete. Wunderlin übernahm nach kurzer Einarbeitungszeit die Führung fest in die Hand und machte in den 24 Jahren bis zu seiner Pensionierung die Eulachstadt auch zur Sportstadt.

Urs Wunderlin wurde am 21. März 1949 in Glarus geboren, wo er auch die Schulen besuchte. Nach einer Lehre als Elektromechaniker arbeitete er als Bergführer/Skilehrer und bildete sich bei der AKAD weiter. Schliesslich machte Wunderlin 1975 in Magglingen (ESSM) den Sportlehrer. Dass Wunderlin dem Sport in allen Sparten verbunden ist, zeigt seine breite sportliche Weiterbildung: Bergführer, Schneesportlehrer, Schwimminstruktor, dipl. Nationaltrainer des Schweizerischen Olympischen Verbandes, Kanu, Raft- und Canyoningausbildner, Boxtrainer des Verbandes, Gleitschirmbrevet, Reit- und Fahrbrevet, Segel- und Motorbootschein für Hochsee, Ausbildung im Bäderbereich, Trainerausbildung Schweizerischer Skiverband und anderes mehr.

Urs Wunderlin ist seit 1980 mit Ruth Messmer, einer Sportlehrerin, verheiratet und Vater dreier erwachsener Töchter- Im Militär hat Wunderlin als Gebirgsgrenadier begonnen und ist aufgestiegen bis zum Major im Stab der 9. Div. Acht Jahre war Wunderlin auch Präsident der Kirchenpflege Winterthur-Töss.

Die berufliche Laufbahn führte Wunderlin zuerst ins Nationale Jugendsportzentrum Tenero als technischer Leiter 1975-1986, 1986 bis 1988 war er Betriebsleiter des Sportzentrums Flims. Ab 1988 übernahm Urs Wunderlin schliesslich die Funktion eines Bereichsleiter Sport der Stadt Winterthur (in der Umgangssprache hiess das: Chef Sportamt Winterthur). Hier fand er ein Umfeld, das er in unermüdlichem Einsatz beackerte, faszinierte und er vieles erreichen konnte. Wunderlin hat dabei, sich und jedermann die Frage gestellt, wollen wir mithalten oder nur Durschnitt sein. Was nicht immer und überall verstanden wurde. Verdriessen liess er sich aber nicht. „Er habe immer den Anreiz für’s Abheben verspürt. Aber Abheben ist anspruchsvoll, weil andere Städte im In- und Ausland nicht schlafen!“

Er war ein emsiger Wühler, der mit seinem Netzwerk in der ganzen schweizerischen Sportwelt, immer am Puls der Zeit war. Sein letztes grosses Projekt, das Urs Wunderlin angestossen und vorwärts getrieben hat, konnte er nicht mehr als Sportamtsleiter realisieren. Es handelt sich dabei um das IZLB (Internationales Zentrum für Leistungs- und Breitensport), das im Sportpark Deutweg entstehen soll. Im Rahmen einer Teilzeitanstellung ist Wunderlin vom Stadtrat als Projektverantwortlicher beauftragt worden, die Realisierung des IZLB (neu nun: WinCity) voranzutreiben.

Verschiedenes darf und muss aus seiner Ära hervorgehoben werden. Zu erwähnen ist die Realisierung der Eishalle, der Neubau der Leichtathletikanlage Deutweg, die Sanierung der Quartierbäder und des Hallenbades, den Ausbau und die Attraktivierung des Reitplatzes, die Einführung des Sportpasses und die Verbreitung auf die Nachbargemeinden, den Neubau, Ausbau und Weiterentwicklung der Quartierfussball-Anlagen. Nicht zu vergessen ist aber auch das zentrale Reservierungsmanagement per Internet für die Sport- und Turnanlagen. Kritiker und Besserwisser sind in diese langen Zeit Wunderlins in Winterthur nie verstummt. Er kann aber mit Stolz und Freude in den Ruhestand treten, die Projekte, die er realisieren konnte, werden ihn in nachhaltiger Erinnerung halten. Und eines ist ganz sicher. Der Ruhestand wird ein ganz grosser sportlicher Unruhestand werden.

Sportler
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