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Schulhaus Neuwiesen

15.05.1876

Wartstr. 46

8400Winterthur


Am 21. März 1875 wurde der Kredit für das Schulhaus Neuwiesen bewilligt. Am 15. Mai 1876 konnte das heute als Altbau bezeichnete Schulhaus bezogen werden. Der Schulunterricht wurde mit drei Elementarabteilungen mit je zwei Klassen und zwei Realschulen mit je drei Klassen aufgenommnen. Die Turnhalle wurde im Herbst desselben Jahres fertig gestellt. 1936 wurde das Schulhaus total saniert.

Das Schulhaus Neuwiesen wurde 1875/76 durch den Semperschüler Joseph Bösch in seiner Funktion als Stadtbaumeister im damaligen Entwicklungsgebiet westlich vom Hauptbahnhof realisiert. Mit der Konzeption, die Schulzimmer nach Norden zu orientieren, wollte Bösch direkte Sonneneinstrahlung beim Schulunterricht vermeiden und entfernte sich somit von den üblichen Musterplänen für den Schulhausbau. Das Grundstück von rund 2750 m2 war mit dem Schulhaus für sechs Klassen und einer Turnhalle dicht und konzentriert ausgenützt. 1936 war eine Renovation fällig. Im Gebäudeinnern kam die Täferverkleidung weg. Die Zimmertüren wurden verkleinert und ein neues Heizsystem wurde eingebaut. Die ganze Aussenfassade hatte man entfernt und neu wieder verputzt.

1990 stellt sich endlich die Aufgabe das über 100-jährige Schulhaus umfassend zu renovieren. Schon bald erwies es sich, dass die Turnhalle, die sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand befand und ein ungenügendes Flächenangebot für die erforderlichen Nebenräume aufwies, durch einen Neubau ersetzt werden sollte. Aber auch die Raumbedürfnisse für den Unterricht mussten den neuen Anforderungen angepasst werden. Somit stellt sich ein Doppelauftrag. Werner Rebsamen, Architekt, nahm sich der Aufgabe an, das Turnhallengebäude abzureissen und auf diesem Restareal einen Neubau zu erstellen. Damit trotzdem genügend Freifläche als Pausenplatz zur Verfügung steht, wurde die Turnhalle im Neubau unterirdisch platziert. Das an der Tellstrasse neu erstellte Anexbau wurde als kompakter, eigenständiger Baukubus entlang der Baulinie erstellt und über eine Pausenhalle mit dem bestehenden Schulhaus verbunden. Das Raumprogramm enthält nebst der Turnhalle und den dazugehörenden Nebenräumen im zweiten Untergeschoss, Bibliothek und Mehrzweckraum(Aula) um 1. Unterschoss, im Erdgeschoss einen Kinderhort und ein Schulzimmer, und im 1. und 2. Obergeschoss zwei Handarbeitszimmer, ein Schulzimmer und die Abwartwohnung.

Der anderen Aufgabe, den Altbau mit einem sanften Umbau der Neuzeit anzupassen, nahm sich Marlise Bächinger Risch, Arba-Bioplan an. Durch eine Umplatzierung der Toilettenanlagen konnte Raum gewonnen werden für Gruppenräume. Ebenso konnten Lehrervorbereitungsräume und Schrankzimmer geschaffen werden. Selbstverständlich wurden auch Computerplätze geschaffen. Am 15. Juni 2001 konnte die nun in allen Teilen fertig erstellte Gesamtschulanlage eingeweiht und bezogen werden.

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