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Hochhäuser in Winterthur

1959

Weberstrasse 91

Scheideggstrasse 2 und 8

8400 Winterthur


Nebst den beiden Geschäftshochhäuser Wintower (Sulzer-Hochhaus) und dem Roten Turm (Swisscom-Hochhaus) hat Winterthur auch Wohn-Hochhäuser. Es sind dies zum Beispiel das 1960 durch Architekt Herbert Isler gebaute Hochhaus an der Weberstrasse und die beiden Hochhäuser an der Scheideggstrasse 2 und 8. Diese drei stehen im neuesten Stadtkreis Mattenbach, der in der zweiten Hälfte des 20. Jhdt. praktisch aus dem Boden geschossen ist.

Bild: Hochbauamt Kanton Zürich, Mark Röthlisberger

In der Schweiz ist ein Gebäude ein Hochhäuser, wenn der höchste Fussboden mehr als 22 Meter über der Geländeoberkante oder mit einer Traufhöhe (Tropfkante am Dach) über 25 Meter. Das allererste Wohnhaus, das sich in Winterthur Hochhaus nennen durfte, wurde 1960 an der Weberstrasse, ganz nah an der Tösstalstrasse im Mattenbach-Quartier erstellt. Für den Bau des 12-stöckigen Gebäudes war der Winterthurer Architekt Hans Isler verantwortlich gewesen. 2008/09 wurde das Haus durch die Architekten Burkhalter Sumi Zürich und Bednar Albisetti Winterthur vollumfänglich renoviert. Die Wohnungen wurden den heutigen Anforderungen angepasst. Kleinere Wohnungen wurden zu grösseren zusammengefasst. Mit dem Anhängen eines Kopfbaus an der gegen Norden gewandten Seite konnten auch noch zusätzlicher Wohnungen geschaffen werden. Wieder ist ein sehr attraktives Wohnen in 34 Wohnungen mit bester Weitsicht über fast die ganze Stadt möglich.

1961-1963 folgten bereits die nächsten beiden Wohn-Hochhäuser (Architekt Heinrich Raschle). Sie stehen in guter Nachbarschaft zum Haus an der Weberstrasse, nämlich an der Scheideggstrasse 2 und 8 im Gutschick-Quartier. Auf je 15 Stockwerken sind 115 Wohnungen untergebracht. Diese beiden Gebäude wurden 2010 erneuert. Sie erhielten ein neues attraktives Äusseres und gleichzeitig wurde die Wärmedämmung stark verbessert. Diese Sanierung hat über 10 Millionen Franken gekostet. Die einstige gestalterische Qualität kommt nun wieder voll zum Tragen. „Die Grundrissgestaltung, das schlichte, aber stimmige Äussere sowie die Anordnung der Wohnungen machen durchaus Sinn und sind auch heute noch stimmig“ äussert sich der für die Fassadengestaltung zuständige Architekt Matthias Denzler von der BDE Architekten GmbH in Winterthur. Die Balkone an den Gebäudeecken, ein besonderes Merkmal dieser Hochbauten, wurden in ihrer Fläche verdoppelt. Damit wurde das gestalterische Erscheinungsbild in ihrer Attraktivität noch gesteigert.

Kreis Mattenbach
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